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Jeschurun · 1861-09-01 · Heft 12 (September 1861) · p. 643

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 12 (September 1861)
Article
Deutschland : Frankfurt [Nachricht]
Date
1861-09-01
Page
643 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Siebenter Jahrgang. Beiblatt zum Septcmberhest Ausgegebm den 1. September 1861. In dieses Beiblatt werden Inserate zu 3 kr. pr. Zeile oder deren Raum ausgenommen Deutschland. nä Frankfurt, 25. August. Indem wir unsere diesmalige Monatsschau beginnen, haben wir leider einige Ereignisse zu registrtren, die, so wenig sie auch in der jüdischen Geschichte zu den ungewöhnlichen gehören, doch so gern und so häufig von Uukundigen in unserer Zeit, auf der Höhe unserer Civilisation für unmöglich gehalten werden. Wir meinen zunächst die jüngsten Vorfälle in Prag. Und doch lehrt der flüchtigste Blick auf die letzten fünfzig, nein selbst nur iO Jahre sattsam das Gegentheil. Sollen wir an die Schmach erinnern, wie im Frühjahre 1848 im Elsaß und in einigen Distrikten Ungarns gleich im Anfang der Erhebung der erste Gebrauch, den die Massen von der jungen Freiheit machten, der war, daß sie mordend und sengend über die Judengaffen herfielen? Oder gar an Prag selbst, wo, während in Wien ein Jude als das erste Opfer für das konstitutionelle Oesterreich blutete, die Battertcn des Fürsten Windischgrätz vom Rhadschtn allein im Stande waren die Judenstadt vor dem wüthenden, nach Plünderungssreihett lechzenden Pöbel zu reiten? Oder an die Gräuel in Galacz? Welchcn Platz solche Ereignisse in dem Jahrtausende umspannendeu Rahmen der jüdischen Geschichte einnehmen, ist in diesen Blättern bet anderer Gelegenheit oft genug angedeutet worden. Auch das eigenthümliche Streiflicht, welches durch diese Vorgänge auf die Bestrebungen einer Partei fallen, die, während fle keine Gelegenheit vorübergehen läßt mit Ostentation das Banner der Nationalität und der Emancipation zu erheben, mit der rohesten Knechtung der ältesten Nation den Anfang machen möchte, ist zu grell, als daß wir die Aufmerksamkeit unserer Leser erst darauf zu lenken hätten. Denn an einen gewissen Zusammenhang der Emeute

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