Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 12 (September 1861)
- Article
- Aus einem Briefwechsel über die Psalmen
- Date
- 1861-09-01
- Page
- 632 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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682 Aus einem Briefwechsel über die Psalmen. 8. Der Gebankengang ist dünkt mich klar. Zn dem ttesschmerzlichen Bewußtsein, wie selbst die Blüthe seiner jüdischen Zeitgenossen sich nicht begnügt ihn, den Schuldlosen, grundlos bis aufs Blut zu verfolgen, sondern um ihre Feindschaft zu rechtfertigen ihm die schmählichsten Verbrechen andichteten um ihn moralisch zu vernichten und seine Ehre in den Staub zu legen (V. 1—6) hatte David in augenblicklichem Irrthum den Moment für gekommen gehalten, in welchem nur das offene Hervortreten Gottes die Welt aus der tiefsten sittlichen Verderbnisi zur dauernden Gotteshuldigung emporretten könnte (V. 7, 8). Er sammelt sich jedoch zu der Erkenntntsi, daß auch im stillen Walten die Gerechtigkeit Gottes nie ruhe und in dem Untergange der Schlechten an der eigenen Bosheit dem betrachtenden Geiste Gott offenbar sei (V. 9 bis @nbe). כצדקו nach der Gerechtigkeit, wie Gott sie in seiner Weisheit zu üben für gut befinde, wolle er fortan Gott bekennen und auch als עליון, wie er, ohne sichtbar in die Erdwelt einzugreifen unsichtbar in der Höhe Waltet, seien ihm fortan seine Lieder geweiht. Ich habe Zhnen V. 6 ירדף u. s. w. übersetzt er möge mit Recht als Feind verfolgen re. Das Wort erscheint nämlich als eine Com- Position aus dp u.פיעל, und während im Kal die Bedeutung des feindlichen Versolgens vorherrschend ist, scheint der Piel-Form Vorzugsweise des Eilen nach etwas Gebührendem innezuwohnen. So ורדפה את מאהביה, איביו יררף, מררף אמרים u. s. w.