Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 11 (August 1861)
- Article
- Aus Hannover
- Date
- 1861-08-01
- Page
- 592 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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592 Aus Hannover. Wir haben zu unserer aufrichtigen Freude darin den von uns angeführten- Paragraph über die Ptuttm entfernt gefunden,, vielleicht in-. Folge eines von mehreren hiesigen Gcnieindemttglicdcrn gegen die Synagogenordnung, vorzüglich aber gegen diese Bestimmung gerichteten Protestes. Dagegen aber fanden wir als Einleitung zu dieser Vollzugsordnung einen Hirtenbrief des Herrn Dr. Meyer, vorgedruckt, den «r in Betreff eben dieser Synagogenordnung. an seine Gemeinde» gerichtet und in dem er hie Ziele, auseinandersetzt, die ihm bei ihrer Abfassung vor Augen gestanden!. Herr Dr. Meyer beginnt damit, daß schon längst das Bedürfnist nach einer allgemeinen Synagogenordnung gefühlt sei. Herr Dr. Meyer sagt, die allgemeine Synagogenordunng, fern von jedem Eingriffe in das Gewissen der Einzelnen und in. das Innere des öffentlichen Gottesdienstes, beschränke sich darauf das Aeußre zu regeln um Alles, was dem Zwecke des öffentlichen Gottesdienstes schaden könnte, zu entfernen. — Wir erlauben uns Herrn Dr; Meyer zu fragen, was er unter ״Inneres",, was unter ״Aeußeres" des Gottesdienstes versteht, möchten aber, auch überhaupt gern wissen, ob Herr Dr. Meyer die Aufdringuug einer Synagogenordnung von Seiten des Staates für einen Eingriff in das religiöse Gewiss sen hält oder nicht. Mit dem, was Herr Dr. Meyer über den Zweck dcS öffentlichen Gottesdienstes sagt, sind wir vollkommen einverstanden, auch wir glauben, daß der Gedanke» דע לפני;מי אחר, עומד alle Bewegungen des Menschen im Gotteshause heiligen und wci- Yen müsse. Daß aber dieser Gedanke! durch eine Synagogenordnung wie die vorliegende geweckt und genährt werden kann,, daß ein solches Ziel, dem allerdings Alle ihre Kräfte zu weihen verpflichtet sind, auf einem Wege erreicht wetzden kann, wie ihn die Herren Landrabbiner cingeschlage», das erlauben wir uns vollständig in Abrede zu stellen. Oder wird etwa die Ehrfurcht und die heilige Scheu vor Gott, die unser Benehmen im Gotteshause beherrschen muß, dadurch erweckt, daß an den ימים נוראים nur siimmbercchtigie Mitglieder zur Thora aufgerusen werden dürfen; ist das Aufstehen beim הנו' השועה besonders geeignet, die ״Andacht und Erbauung des Einzelnen durch die Thcilnahmc Aller" zu erhöhen;