Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 11 (August 1861)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1861-08-01
- Page
- 572 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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572 Grundlinien einer jüdischen Symbolik. Vermögen abgeleitetes und künstlich combinirtes sei. Es ist damit zugleich die Wahrheit ausgesprochen, daß zu dieser geistigen Ent- Wickelung ein Jeder, und nicht nur etwa besonders Begabte, berufen sein. Ebenso wie die Menorah nicht nur aus Gold, dem edelsten Metall zu bestehen hat, sondern in Ermangelung dessen auch aus anderm Metalle zu bereiten ist, und zwar dann selbst nöthtgenfalls stückweise, nicht מקשה, zusammengesetzt werden kann. Wenn wir uns erinnern, daß die geistige Entwickelung, die hier zum Ausdruck kommen soll, nicht jene unfruchtbare, einseitig theoretische, die nur spekulativen Werth hätte, sondern diejenige sei, die die Bedtngung der sittlichen Vollendung bildet, so werden wir denGedanken damit vollkommen im Einklänge sindech daß zum Träger des Lichtes, das die Menorah vergegenwärtigt, ein Jeder vermöge seiner natürlichen Anlage berufen sei und die Entwickelung dahin anzustrcben habe. Jeder auf seiner Stufe mit seinem Maß vvn Kräften kann das dieser Stufe und diesem Maß entsprechende höchste Ziel geistig sittlicher Vollendung und damit die Höhe feiner persönliche geistig sittlichen Bestimmung erreichen, Jeder des 'רוח ר, des 'חח חכמה ובינה עצה וגמרה דעת ויראת ד nach Vcrhältniß seiner Begabung thctlhaftig werden. Und wie für daS Individuum so ist auch für die jüdische Gesammtheit nicht etwa nur ein goldenes, etwa ein Davidisch oder Salomonisches Zeitalter das zum Gottesgetst emporzustreben Berufene. Sondern unbedingt von günstigen oder ungünstigen äußern Verhältnissen, selbst in ehernen und eisernen Zeiten bleibt Israel seiner göttlichgeistigen Bestimmung angehörtg und hat sich zur Höhe dieser Bestimmung emporzuarbeiten. Allein andererseits ist freilich das gcistigsittltche Ziel, das die Menorah vergegenwärtigt, die an sich höchste getsttgsittlichc Vollendung, die überhaupt dem Menschen als solchen beschteden ist, und nimmt daher, wo sie vorhanden sind, die edelsten Kräfte in Anspruch. Das Edelste im Menschen dem Höchsten. Wo aber diese geistigsittliche Entwickelung sich an goldreinflen, edelsten Anlagen vollzieht, da ist sie nicht nur von Anfang zu Ende מקשה aus einem Stück mit Stoff gestaltendcr Meistcrkraft bewirkt, sondern cs tritt dann auch diese Ent- Wickelung in noch besonder» eigenen Gestaltungen zu Tage, die wir noch zu betrachten haben. War die Menorah aus Gold daw waren an Fuß Schaft und