Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1861)
- Article
- Des Herrn Oberrabbiner Rapoport Dibre schalom ve-emet [Rezension]
- Date
- 1861-07-01
- Page
- 559 (sequence 16)
- Language
- German
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דברי שלום ואמת 559 Septuaginta u. f. w. als Leiter und der Verf. der Geschichte der Juden als Lehrer wirken. Für seine Ueberzeugungen und seine überzeugungögemäßen Handlungen ist jeder nur Gott und seinem Gewissen Rechenschaft schuldig. Allein, damit nicht Eltern und Gemeinden, die noch mit vollster Ueberzeugung aus dem Boden des von der Göttlichkeit der Tradition unerschütterlich getragenen rabbintschen Judenthums stehen, ohne es zu wissen und ohne es zu wollen Kinder und Zöglinge der ihren Gewissensüderzeugungen entgegengesetzten Richtung in die Hände geben; ohne es zu wissen und ohne es zu wallen in diesen entgegengesetzten Grundsätzen großgenährte Lehrer und Rabbinen wählen; damit einst der letzte Bettler in Israel, wenn ein aus dieser Pflanzstätte hervorgegangener Lehrer oder Rabbiner Lehrer und Leiter seiner Gemeinde werden soll, weiß für welches Judenthum da Lehrer und Rabbiner herangebildet werden, sich dann sagen kann ob dieses Judenthum sein Judenthum ist, und danach sich entscheiden und in der heiligsten Angelegenheit seines Lebens mit offenem Auge thun kann wozu ihn Gott und fein Gewissen verpflichtet, und so er dieses Judenthum nicht für das setnige, nicht für das Judenthum der ewigen Judenheit erkennt, dann auch Beweise zur Hand habe, worauf er sich berufen kann: das, dieses praktische Ziel, damit Keiner blind getäuscht werde, sondern in Wahrheit und Klarheit hüben und drüben sich Zeder offenen Auges entscheiden könne, das haben wir mit unfern deutschen Kritiken der Geschichte der Juden und der Hodegetik für unfern innern jü» bischen Kreis im Auge gehabt, das haben wir, so weit unsere Pflicht war, erreicht, und in Erfüllung dieser Pflicht werden wir uns weder durch alle bisherigen Schmähungen noch durch Disticha hohenpriesterlicher ״Segnungen" irre machen lassen — Und der nichtjüdtsche Kreis, Behörden und einflußreiche nichtjüdische Männer, denen durch meine deutschen Arbeiten Kunde von diesen wenig tröstlichen Zuständen geworden — das lag allerdings nicht in meiner Absicht; allein das wäre doch ein Erfolg, der, wenn er, wie Sie mich versichern, wirklich bereits vorhanden wäre, mich von ganzem Herzen freuen würde. Denn sehen Sie, lieber Herr, besser wäre es allerdings, Regierungen und staatliche Behörden hätten gar keine Influenz auf unsere innern religiösen