Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1861)
- Article
- Ein Sendschreiben [Rezension]
- Date
- 1861-06-01
- Page
- 471 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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von Göttlich Fischer. 471 etwannr meine Ansichten sind.Habeich doch lediglich dieWorte des Talmuds, Raschi's, Thosaphoth, Alsas, Maimonides, Rosch, Nischba, Ramban und Semag ausgezogen, und ans ihren Aussprüchen, nicht aus den weinigen, ergtebt sich's klar, daß Herrn Dr. Frankcl's Lehren in diesen Beziehungen in vollem Gegensatz zu den Grundsätzen des die sinaitische Tradition glaubenden Jndenthurns sich befinden und zufolge des 8. und 9. Grundsatzes des maimonidtschen Mischna-Commentar's zu Sanhedrin Kap. XI. die ganze Authentte des Gesetzes untergraben. Alles, was von Setten der Gegner gegen uns geschleudert worden, trifft daher nicht uns, sondern eben unsere Nabbinen und Chachamim ז״ל, die uns für immer als wegweisende Sterne voranzuleuchten haben; denn sie sind eigentlich die Autoren alles dessen, was wir bis jetzt vorgcbracht, und in Allem, was man bis jetzt unseru Worten entgegengesetzt hat, haben wir nichts als zügelloses, gedankenloses Geschwätz gefunden. Vergebens sucht man darin irgend Wissenschaft, Weisheit und Kenntniß, wie jeder Verständige zugiebt. Wenn ich nun jetzt meinem Vorsatze gemäß auch noch dasjentge, was Herr Dr. Frankel über die dreizehn Jnterpretationsregeln der Gcsetzforschung vorbringt, besprechen und aus den Worten unserer Rabbiner: zeigen mochte, daß auch hierin seine Ansicht der ihrigen geradezu widerspricht, so dürfte cs in der That als etwas Ueberflüssiges erscheinen, demjenigen, der sogar den göttlichen Ursprung der völlig unbestrittenen tradirten Gesetz-Erklärungen und der הלמס׳ geleugnet, noch nachzuweisen, daß ihm auch die vermittelst der יג' מחת במועצות ובעת angcstcllten, und darum der Controverse unterliegenden Forschungen des göttlichen Offenbarungs-Ursprungs entbehren! Allein wir haben es ja nicht mit der Korrektheit oder Unkorrektheit der persönlichen, religiösen Ucberzeugen des Herrn Di. Frankel zu thun. Wir haben ja nur die Sache im Auge, dürfen freilich nicht, um feine Person zu schonen, der Sache etwas vergeben, und müssen eben daher, lediglich der Sache willen, unsern Vorsatz zu Ende führen und auch noch seine Ansichten hinsichtlich der יג׳ מחת einer Besprechung unterziehen, und darlcgen, daß nicht nur derjenige, der den sinaitischen Ursprung der tradirten Gesetzerklärungen und der Halacha le Moscheh mi Sinai leugnet, sondern daß auch derjenige aufhört Bekenner der Grundprincipien des Zu-