Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1861)
- Article
- Deutschland : Frankfurt a. M. [Nachricht]
- Date
- 1861-05-01
- Page
- 447 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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447 günstig ist, 25000 P. sage Fünfundzwanzig Tausend Türkische Piaster bei unfern dortigen Banqniers den Herren Jakob Valero u. Comp, zur Verfügung, von welcher Credit-Eröffnung wir genannte Herren mit dieser Post unterrichten. Die über die Auszahlung zu erfolgende, mit Nr. 2147 zu bezeichnende Quittung, belieben Sie gütigst auch von den andern Mitgliedern des Comitäs mitunterzeichneu zu lassen und bitten wir sehr zu entschuldigen, daß wir dies wünschen, da es rein zu unserer Legitimation den Beitragenden gegenüber geschieht. Ueber die Verwendung der Gelder, belieben Sie uns seiner Zeit, speciale Aufgabe zu ertheilen, da es unsere Absicht ist, auch über die Ausgaben für das Unternehmen, ebenso wie über die Einnahmen öffentlich durch den Druck Rechenschaft zu leisten, wodurch auch das Publikum zu weiteren Beiträgen angeeifert wird. Wir bitten Sie schließlich nochmals um Entschuldigung wegen der vielen Ihnen zu verursachenden Mühe Ihre uns geoffenbarte Sympathie für das wohlthätige Unternehmen flößt uns dazu den Muth ein und die wohlthuende Ueberzeugung dasselbe gefördert zu haben gilt Ihnen, wir sind dessen sicher, mehr als unser Dank. Empfangen Sie die Versicherung unserer ausgezeichneten Hochachtung. Pekidim und Amarkalim der israelitischen Gemeinden im gelobten Lande zu Amsterdam. Wien, 7. März. In der Wählerversammlung des ersten Wahlkörpers, Bezirk Leopoldstadt in Wien, lehnte der k. k. pensionirte Hofrath Herr v. Mayern seine Wahl zum Gemeinderath ab und empfahl daher die Wahl eines Juden als Ehrensache. Es ist von allgemeinem Interesse zu hören, wie dies der Redner gethan hat, und seine Ansprache verdient auch hier bekannt zu werden. Hofrath v. Mayern sagte: In einer der circulirenden Cadidatenlisten fand ich auch meinen Namen. Ich danke herzlich dem mir Unbekannten, welcher ihn in die Reihe volksfreundlicher Männer gesetzt hat. Wiewohl ich mich durch eine Wahl besonders geehrt fände, bitte ich dennoch auf mich durchaus keine Rücksicht zu nehmen. Die Hauptsache ist heilte. — keine Stimmenzersplitierung, damit unser Wahlkörper desto sicherer liberale Wahlen vollbringe. Denn nicht nur des Gemeinderaths wegen ist dieses erwünscht, es soll auch klar legen, daß alle Elasten der Bevölkerung die durch das erlangte Grundgesetz gewonnenen Rechte unwiderruflich festhalten und geregelt sehen wollen. Auf eines erlaube ich mir aufmerksam zu machen. Die politische Freiheit geht allerorts Hand in Hand mit der Gleichberechtigung