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Jeschurun · 1861-05-01 · Heft 8 (Mai 1861) · p. 440

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Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 8 (Mai 1861)
Article
Herr Dr. Frankel
Date
1861-05-01
Page
440 (sequence 4)
Language
German
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440 Herrn Dr. Frankels Erklärung. Versicherung Herr Frankel Alles zugestanden hat, w!W wir gegen seine Schrift erhoben. Z st ihm die H a l aM so alt wie die Bibel, giebt^s für ihn eine Halacha le Mosä mi Sinai, eine ״dem Moscheh vom Sinai gewordene TraditioH wie kann er das ein hohes Alter nennen, wenn setH Schrift der Halacha nur das Alter eines Jirmija, eines EsraA. nachweist, ein Nachweis, der das Alter der Tradition, ׳dH Bibel gegenüber, um nicht weniger als ein JahrtaÄ send verkürzt!!! Was würde Herr Frankel von demjenigen;||§| gen, der das hohe Alter des Pentateuchs nachgewiesen zu häH vermeinte, wenn er die ״gelehrte" Arbeit vollbracht, nachzuweiseI daß ein kleiner Theil derselben vielleicht selbst schon vor Esra, deA größere Theil aber mindestens doch schon vor den Zeiten der AlH xandriner vorhanden gewesen sein müsse? Was würde er zu einemI solchen hohen Alter des Pentateuchs sagen?? Und nun, das, uD nichts anderes bedeutet das von ihm ״nachgewiesene" ״hohe AlteA der Tradition! ״Der wissenschaftlichen Forschung genüge es das hohe AlteH der Halacha im Allgemeinen nachzuweisen!" Wir staunen über M ״wissenschaftliche Forschung", die dazu gehört, die Halacha in ihrD Ursprüngen bis in ein so hohes Alter wie daS Ende des babyloD scheil Exils hinauf zu leiten! Wir begreifen aber noch weniH welchen Werth ein solches Nesnltat der wissenschaftlichen ForschuA hätte. Stammt die Halacha nicht vom Sinai, ist Gott, der GM des schriftlichen Gesetzes, nicht ebenso Geber der mündlichen ( rungen dieses Gesetzes und der Znterpretationsregeln für die FD schung desselben; ist vielmehr dieHalacha — wie das die SchriftW des Herrn Frankel unzweideutig lehren nichts als Ergebniß etH nach selbsterfundenen Regeln allgestellten Forschung des schriftliD Gesetzes, dann, wir erklären es entschieden, ist das höhere oder W gere Alter der Halacha völlig gleichgültig, ja daun wäre die jüngW Halacha nur um so bedeutsamer. Denn wo es sich rein mu׳ um W gebnisse menschlichen Nachdenkens, wo es sich rein nur um -W handelt, da ist, nach Grundsätzen jüdischer Wissenschaft, die M gere Ansicht die maßgebende, da wächst der Strom der ErkenntrW und dem׳ Zwerge auf der Schulter des Niesen wird ein weiterer til umsichtigerer Blick zugetraut. Wo der Faden bis zur göttlichen Quelle W

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