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Jeschurun · 1861-05-01 · Heft 8 (Mai 1861) · p. 457

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 8 (Mai 1861)
Date
1861-05-01
Page
457 (sequence 22)
Language
German
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457 ״die Ntchtbefähigung, über unsere Gefühle zu urthetlen, und Re- ״formattonen vorzuschlagen, hervor." Also Gefühl, und immerfort Gefühl! Das positive Gesetz muß diesem Gefühl sich beugen, und letzteres allein ist das Medium, wodurch wir uns Gott nähern! Aber gerade ein Gefühl war es, was den König שאול um Leben und Krone brachte, denn einmal üdertrat er seinem Gefühl zu Liebe das אל תצדק הרבה beim Kampfe mit עמלק, und später dagegen, bet der Priesterstadt נוב, eines entgegengesetzten Gefühls wegen das אל הרשע הרבה. Dies die Frucht des so hoch gepriesenen Gefühls, wenn es Universalhcrrscher mit Hintansetzung alles Positiven ist, dies der Götze, den Dr. F. uns anzubeten räth, mit den Worten אלה אלריך ישראל! Lassen wir aber F. weiter reden! ״Das uns durch- ״wehende und durchdringende sei die Satzung, und was sich über- ״lebt haben wird, das kann im Gegentheil nicht durch Satzung wie- ״der aufgefrischt werden. Wird das Volk das hebräische Gebet zu- ״rückweisen, wird es weder an seiner Form noch an seinem Inhalt ״Gefallen finden, dann muß ihm Anderes, und wen» auch von der ״frühesten Mischnah diese Gebete ««empfohlen wären, gegeben wer- ״den." Wie, fragen wir, wenn wir nun diesem Gefühle des Volkes zu Liebe weitergchcn! Wenn dasselbe sich z. B. gegen einen!2), wie er ברה משה וישראל sein soll, sträubt, dies unästhetisch findet u. s. w>, wie dann? Die הורה selbst sagt sehr einfach וכתב לה מפר כריהוח ונתן בירה alles Andere ist von unseren Weisen במועצות ורעה hinzu gefügt. Es hat sich überlebt, heißt es, man will es nicht mehr, und was wäre consequentcr Weise die Folge davon? Was sich hier leider wirklich zugetragen hat, und wozu Dr. Frankfurter, der von Dr. F. in Schutz genommene Gebetfabrikant, selbst die Hand geboten durch Wiedertrauung einer nicht geschiedenen Frau. Und abgesehen von Allem, wo bleibt die Hochachtung gegen unsere Weisen, wenn man das Volk zum Richter über ihre tief durchdachten weisen Bestimmungen setzt? Wie können wir es versuchen, Gott einen Cultus aufzudrängen, den er nicht haben will; denn was unsere Weisen uns gelehrt haben, hat doch vermöge des Verbotes לא המור Gesetzeskraft erlangt, und ist im Munde solcher göttlichen Lehrer doch eben so gut als von Gott uns mitgetheilt. Oder sollte Herr Dr. F. der modern-frommen Ansicht huldigen, daß die אנשי כנהג, überhaupt die 'חכמי המשנה והתלמוד mit den griechischen Philosophen nur gleich-

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