Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 7 (April 1861)
- Article
- Vorläufige Abrechnung
- Date
- 1861-04-01
- Page
- 365 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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Vorläufige Abrechnung. 365 der מדרש nichts anderes als ein höherer פשט sein soll, muß sich dochS.17 bescheiden, diese Exegese nach einer uns zugänglichen wissenschaftlichen Hermeneutik weder Nachweisen noch erklären zu können, sondern — da nun einmal die sinaitische Begründung des מדרש negirt bleiben soll — muß er eben seine Zuflucht dazu nehmen: die Früheren hätten bei einem in höherer uns nicht mehr zugänglicher Stimmung geübten Lesen der Bibel Dinge in dem Texte finden können, die uns als Textexegese unerklLrlich scheinen: ומה מאור נבדלה רוחנו בקריאת ודרישת התורה מרוח הראשנים, ואם יפלא בעינינו היאך יעמדו יהד הפשט והמדרש לא נפלא בעיני הראשנים. Aus solchen mystischen Sand muß die Genesis der Halacha sich aufbauen, wenn sie dem Grundsatze der göttlichen Offenbarung der Tradition Valet gesagt! Doch ist diese sich demüthig bescheidende Unterordnung nur vorübergehende Stimmung, nur da, wo sie zur uothdürftigen Lückenauöfüllung des Shsteins der einzige Ausweg bleibt. Ans solchem mystischen Boden, sollten wir meinen, höre jede Kritik auf. Der kritische Hochmuth ist stärker. Derselbe Verf., der sich mit den soeben citirten Worten bescheidet, das von seinem Systeme gelehrte Aufge- Heu des פשט in den מדרש nur behaupten, nicht aber beweisen, geschweige erklären zu können, wagt dennoch selbst an einem ד' עקיבא die Kritik und docirt S. 114 וזה דרך חריצותו של ר״ע הביאו להוציא הלבה מהמקרא יותר מרי ע״פ החיאו ולנטות מאמיתית פשטוה המקרא!!! (In Parenthese, — denn die.״Wissenschaft" kümmert das nicht, allein es hat doch einiges praktisches Interesse — in Parenthese möchten wir uns doch nebenher auch bei dieser Gelegenheit die einfällige Frage erlauben: wie es denn nun in Praxis mit denjenigen דינים und מצות zu halten wäre inrd zu halte:: sein werde, die auf solchen Folgerunge!: und Gedankenoperationen unserer הבמים basiren, über welche eine solche hodegetische Kritik als übertrieben, zuweitgehend rc. rc. den Stab zu brechen sich genöthigt glauben möchte?) Allein, knallt Herr Landau zurück, es ist ja pure Verleumdung daß Herr Frankel die Göttlichkeit der Tradition läugne, er spricht nnr nicht davon, und warum spricht er nicht davon, weil er keinen Katechismus für Kinder geschrieben, weil es für die Hodegetik und deren Leser, die doch keine Elementarschüler sind, sehr überflüssig wäre, zu sagen, daß das Judenthum die Göttlichkeit der Tradition anerkenne; als wissenschaftlicher Forscher setzt er die Göttlichkeit der