Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1861-03-01 · Heft 6 (März 1861) · p. 306

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 6 (März 1861)
Article
Adar
Date
1861-03-01
Page
306 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2932754-2932891-2932898-2945617--06354-2945664
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

306 Adar. und vor allem der eignen Macht und der eignen Klugheit den Sitz der Hoheit bereitet. Darum hat Gott die ganze Heileszukunft der Menschheit und sein eigenes Reich auf Erden an die Verheißung geknüpft, daß Er ״das Andenken Amaleks bis zur Vernichtung verlöschen werde unter dem ganzen Himmel", hat es verheißen, daß ״auf den noch nnausgebautcn Thron seiner nur erst unvollkommen erkannten Gottheit ״der Gottesschwur niedergelegt ist: Gotteskrieg wider Amalek von Geschlecht zu Geschlecht!" כייר על כם י' מלחמה נלד' בעמלק מדר דר Und darum wollen die von Gottes Geist dikttrten Worte unserer Sänger und Propheten vor Allem den Gedanken zum lebendigsten Bewußtsein bringen, daß nicht nur derselbe Gott, der die Gesetze der Natur geschrieben und handhabt, auch dem Menschen sein Gesetz gegeben — מגיד דבריו ליעקב וגו' — השלח אמרתו אוץ עד מהרה ירוק דברו וגו' וגו'! — sondern, daß auch dieses Sittengesetz, das Gesetz des Rechts und der Heiligung und der Liebe, für jede Menschengesammthett dasselbe wie für den Einzelnen sei, daß es nicht zwei verschiedene Moralcodices, den einen für das Privatleben und den andern für das öffentliche Leben gebe, sondern die Rechtschaffenheit des Völkerlebens aus derselben Wage wie die des Prtvatlebens gewogen werde, und daß dem Unrecht und der Gewalt im Völker- und Staatenleben ebenso der Stab gebrochen, eben so jede Zukunft versagt sei, wie im Familien- und Einzel-Leben. So singt David —;על מות לב — in Erinnerung an den Tod seines Kindes, womit Gott sein, des Königs, Frevel gegen das Famtltenglück eines Unterthanen gestraft hatte — Ich huldige Gott mit meinem ganzen Herzen, Möchte deine Wunder alle erzählen, Möchte mich freuen, möchte fröhlich sein in dir, Möchte deinen Namen singend verkünden, Höchster! Wenn meine Feinde zurückweichen, Straucheln sie ja nur und gehen verloren vor deinem Angesicht. Wenn du mein Urtheil und mein Recht ausgeführt, Hast du ja zum Throne dich hingesetzt als gerechter Richter,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.