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Jeschurun · 1861-01-01 · Heft 4 (Januar 1861) · p. 221

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 4 (Januar 1861)
Article
Der Cultus [Rezension]
Date
1861-01-01
Page
221 (sequence 2)
Language
German
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עבורה 221 vor der Verderbntß der Welt gerettet und haben in der jüdischen Familie alle die heiligen und ernst erhabenen Tugenden, sie haben tn dem Juden, als geistigem, vernünftigem Wesen den wahren Glauben des wahren GotteS aufrecht erhalten. Diese Uebungen, diese Symbole haben tn dem aller materiellen Macht beraubten, über den ganzen Erdball zerstreuten und verfolgten Judenthume mehr bewirkt, als alle Armeen und alle politische und nationale Gewalten je tn andern Religionen zu bewirken vermocht. Man hat mitunter behauptet, vielen der praktischen Gesetze des Judenthums läge eine rein menschliche Ursache, ein locales, climattsches Motiv, insbesondere eine Gesundhettsrücksicht, eine zeitliche Nothwendtgkett zu Grunde; in andern Zetten, unter andern Umständen, tn andern Gegenden, bei andern diätetischen und socialen Verhältnissen, dienten diese Gesetze nicht mehr diesem Zwecke, d. h die Ursache ihres Fortbestehens habe aufgehört. Diese Argumentation ist wenig gründlich und verräth keinen geringen Grad von Leichtfertigkeit in der Erforschung der Wahrheit. Beabsichtigten die Israel gegebenen Gesetze nur das persönliche Wohlsein, die individuelle und allgemeine Gesundheit, warum wurden sie mit so vieler Feierlichkeit, unter so tmpontrenden Umständen im Namen des Höchsten promulgirt? Warum werden für ihre Uebertretungen so strenge Bestrafungen, so schrecklich vom Gtpfel des Ebals wtederhallende Flüche verkündet? Einfache ärztliche Verordnungen und Empfehlungen unter Androhung von Krankheit und Tod hätten sich tausendmal mehr Gehör verschafft, als Gesetze, deren Motive das Volk nicht etnsah, und deren Verständniß die tiefsten Denker aller Jahrhunderte vergebens gesucht. Gerade weniger gebildete Menschen ertragen viel schwerer physische Leiden und den Gedanken des Todes und unterwerfen sich daher medictnischen Anordnungen mit viel größerer Hingebung und Eifer. Man braucht ja nur mit ihnen von ihrer Gesundheit zu sprechen, so nehmen sie ja blind das Gift aus der Officin des Charlatans, unsaubre Tränke aus der Hand eines alten Weibes und schrecken vor keinem Aberglauben, keiner Thorhett zurück. Hätte Moses, bet dem absoluten Vertrauen, das er bei seinem Volke genoß, nöthig gehabt die so schwere Exterminattonsstrafe, ברה, den zeitlichen oder ewigen Tod

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