Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1861)
- Article
- Ein Sendschreiben [Rezension]
- Date
- 1861-01-01
- Page
- 196 (sequence 1)
- Language
- German
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Des Oberrabbiners und Seminardirektors, Herrn Di׳. Z. Frankel hodogrtischrs Werk über die Mischnah: nwvn Leipzig, 1859, Hunger: von Gottlieb Fischer in Stuhlweißenburg, an alle Freunde der Wahrheit und unserer jüdischen Zukunft. (Audem Hebräischen übersetzt.) Es gab eine Zeit, — und, mich dünkt, diese Zeit war hierin sicherlich besser als die unsrige — in welcher jeder Jude seinen Sohn zum Thorastudium der mündlichen wie schriftlichen Lehre nach dem Gebote seines Gottes: ״lehret sie eure Söhne" erzog, ohne Rücksicht darauf, ob einst sein Sohn sein Brod vom Rabbineramte haben sollte oder nicht. Denn die ״Thora, die uns Moses geboten," ist nicht dem Rabbiner, sondern ״der Gemeinde Jakobs als Erbgut" gegeben, und Jeder ist zur Gewinnung seines Antheils an diesem heiligen Erbe berufen. Seitdem wir aber aufgehört die Bildung unserer Söhne aus dem Felde der Thora zu pflegen und sie an den Quellen die Ueberzcugung gewinnen zu lassen, daß die schriftliche und mündliche Lehre als gleichberechtigtes, unzertrennliches Zwillingspaar von dem ״einen Hirten" unserer Lebensführung gegeben sind,