Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1861)
- Article
- Teweth
- Date
- 1861-01-01
- Page
- 193 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Hellesverkündungen während der Belagerung Jerusalems.!93 So lautete die Enthüllung des göttlichen Rathschlnsses an den Propheten im Kerker, während draußen die Chaldäerheere sich zum Sturme auf die Stadt zusammenzogen, und noch immer weiter, in immer größerer Ausführlichkeit, und immer größerer Herrlichkeit wird in immer steigenden Offenbarungen dem gefangenen Propheten (im Kap. 33) die Läuterung und die Hetleszukunft enthüllt, die für sein Volk eben mit der Zertrümmerung des durch ״Baal- und Moloch-Dienst" entweihten Gottesstaates sich einleitet, und, die endliche Ausführung des beabsichtigten jüdischen Volks- und davidtschen Staatslebens als eine solche Nothwendigke^t im göttlichen Haushalt verkündet, daß diese jüdische Bestimmung eben so wenig aus dem Or-> ganismus der geschichtlichen Menschheiterzichung weichen kann, als die Gesetze des Himmels und der Erde aus dem täglichen Gange der natürlichen Welt. So hat Gott gesprochen: ״wenn ich nicht ״Tags und Nachts meinen Bund, wenn ich die Gesetze des Him- ״mels und der Erde nicht gesetzt, dann werde ich auch Jakobs Sa- ״men und meinen Diener David verwerfen, nicht mehr aus seinem ״Samen für Abrahams, Isaaks und Jakobs Samen Herrscher zu ״nehmen; denn ich führe ihre Vertriebenen zurück und erbarme mich ״ihrer! —כר, אמר ד׳ אם לא בריחי יומם ולילה חקות שמים וארץ לא ״ שמחי גם זרע יעקוב ודור עבדי אמאס מקהה מזרעו מושלים אל זרע אברהם ישחק ויעקב כי אשיב את שמחם ורחמתים * $ Und wenn wir nun am Gedächtnißtage der Belagerung Jerusalcms dieser Heilcsverkündungen gedenken, die mit solcher Entschiedcnheit eben aus den Zeiten dieser Belagerung zu uns reden, sollen wir da nicht aus ihnen die Entschiedenheit für unser Leben und Streben in jeglicher Gegenwart schöpfen? Sollen diese Enthüllungen göttlicher Rathschlüffe uns nicht endlich die Binde von den Augen reißen und :ins täuschringslos erkennen lassen, wo für uns und unsere Kinder einzig das Heil und die Zukunft liege — erkennen lassen, wo unfere wahren und wo unsere falschen Freunde zu finden wären? Sind es unsere Freunde, siud es — nach diesen Gottver-