Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1860)
- Article
- Entgegnung auf ein Gutachten von Hirsch B. Fassel, Oberrabbiner zu Gr. Kanischa
- Date
- 1860-12-01
- Page
- 170 (sequence 12)
- Language
- German
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170 und daß der zu verfechtenden Sache nichts mehr schaden kann, als wenn da, wo Gründlichkeit, Unbefangenheit und Wahrhaftigkeit die ersten Bedingungen sind, eine mit Wissenschaftlichkeit sich spreizende Oberflächlichkeit und Hohlheit, ein auf die Unkunde und Gedankenlosigkcit der Leser berechnetes Verhüllen und Umgehen der Wahrheit sich ein kompetentes Urtheil anmaßen will, und dem Illegalen durch eine zur Verlockung der Gesetzestreuen dienende Berufung auf das Gesetz den Schein der Legalität zu verschaffen sucht. Möge jeder Urtheilsfähige entscheiden, aus welcher Seite die Redlichkeit, die Wahrheit und das Streben nach Gewährleistung der Gewissensfreiheit sich befindet, und auf welcher Seite die Täuschung, die Jnkonsequenz, das Verlangen nach Gewissensdruck und die Störung des Friedens zu suchen ist. Möge jeder Unbefangene aus den allerdings betrübenden Vorgängen in der hiesigen Gemeinde erkennen, daß die in so vielen Gemeinden entstandene Zerklüftung immer noch aus derselben Quelle kommt, die in חגא רבי אליהו פרק ל als der Ursprung des über Israel hereingebrochenen Unheils bezeichnet ist, indem der כנסת ישראל folgende Worte in den Mund gelegt werden: רבש״ע מי גרם לי שאבא לידי מרה זו אלו נביאי שקר שבעמנו שנאמר (ע״ה א) בני אמי נחרו בי אל חקרי בני אמי אלא בני אומה שלי ואלו הן בני אומה שלי כגון חנניא בן עזור ואחאב בן קולי' וצרקי' בן מעשי' שהם נתנבאו עלי שקר לכך נאמר בני אמי נחרו ביי Stuhlweißenburg im Ttschrt 5621.