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Jeschurun · 1860-11-01 · Heft 2 (November 1860) · p. 136

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 2 (November 1860)
Article
Entgegnung des Rabbiners D. Deutsch an Hrn. Rabbiner Dr. Duschack
Date
1860-11-01
Page
136 (sequence 3)
Language
German
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לח .בחר חבית-» zu deutsch: ״er saß auf einer Stufe des TempelbergeS"; und ist cs mir durchaus unbegreiflich, warum R. Gaml. II. seine Sendschreiben nicht vom Tempelberge ans habe erlassen können, wenn er auch sonst in Jabueh residirt hat. Sollten die bewahrtesten Kritiker keine andernGründe Haben, so werden sie meine Wenigkeit mindestens zu ihrer Ansicht nicht bekehren können. Meint Hr. D. etwa, daß zugleich mit hem Tempel auch der Tempelb er g zerstört worden? Es wäre wohl an ihm, den Beweis zu führen. Doch ich will eins darüber thun und den Gegenbeweis führen. Makkoth 24, 2. wird erzählt: ״R. Gaml., R. Elteser, B. Asarjah n. s. w. gingen nach Jerusalem, und als sie auf dem Tempelberg augelangt waren (ביק ^!חגי-1, לחר חבית), da sahen sie ff." Vergl. Echah rabb. gegen Ende. Hr. D. wird hoffentlich zugeben, daß hier 9t. Gaml. II. gemeint sei, und doch war zu dessen Zeit der Tempelberg vorhanden. Oder aber meint er, die Stufen des Tempelbergs könnten nicht mehr cxistirt haben? Zum Glück kann ich auch hier den Gegenbeweis führen. Ben Soma gehörte zu den רנין לפגי חכמים, Sanh. 17, 2; war also Zeitgenosse des Ben Asai, eines Schülers des Zeitgenossen von R Gaml. II. des R. Akiha, s. Berach. 62, 1 mithin jedenfalls jünger als R. Gaml. II. Wir finden aber ebend. 58, 1: ״ בן זומא ראה אוכלוסא ע״ג מעלח בהר חכיחBen Soma sah eine große Menschenmenge auf einer Stufe des Tempelberges/ was zur Genüge darthut— wenn es eines Beweises bedürfte — daß zu jener Zeit auch die Stufen des TempelbergeS noch existirt haben. Kritik üben — nach der Manier des Hrn. D. — hieße demnach Lügen. Ich gehöre jedoch einer Schule an, die an das Lügen nicht gewohnt ist, und bin auch nicht mehr jung genug, um dasselbe zu erlernen. "־ Schließlich sei es noch Hrn. D. im Vertrauen gesagt, daß ich, in meiner Beschränktheit, auf talmudischem Gebiete, Nascht und Thesaphoth, wie überhaupt jenen alten, großen Heroen des Talmuds mehr vertraue, als den Kritikern der Jetztzeit, welche häufig vor lauter kritischen Bäumen den Wald nicht, oder wie Hr. Di־. I. sagen würde, durch gefärbte Brillen sehen. So lange Ich daher nicht über die Ausdrücke תקיפי imb בחר דעבחהו Sanh. 11, 2, eine zutreffendere Erklärung höre, als Raschi und Thos« gegeben, so lange halte ich in meiner Kurzsichtigkeit, die Behauptung, daß dort R. Gaml I. gemeint sei, für ein bloßes Hirngespinnst, und somit Gott befohlen. D. Deutsch, Rabbiner. Bei M. Friedländer im Brilon ist erschienen und durch Me Buchhandlung zu beziehen:

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