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Jeschurun · 1860-11-01 · Heft 2 (November 1860) · p. 135

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 2 (November 1860)
Article
Entgegnung des Rabbiners D. Deutsch an Hrn. Rabbiner Dr. Duschack
Date
1860-11-01
Page
135 (sequence 2)
Language
German
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IS5 zwar in solchen, die, wie der vorliegende, nicht zu den glänzendsten grMen. Hr. D. fährt fort: ״So z. B. beweist H. D. gegen I., daß jener R. Gaml., welcher Synh. 11. 2. den Erlaß eines Schaltmonals ff. nicht R. Gaml. I., sondern R. Gaml. dt Jabneh sei. Als ob Rappopvrt und die bewährtesten Kritiker, welche mit Recht dies Sendschreiben auf Gaml.!./bezogen, gegen die Commentato- Tat die Stelle Synh. nicht gesehen hätten. Sie haben ja eben diese Stelle mit Tosephta 2, Jerusch. Synh. 1, 1- S. 18 d. verglichen und einer kritischen Untersuchung unterzogen." Bor den bewährtesten Kritikern allen Respekt! Allein aus meinen Worten ist ja unzwetsclhaft zu ersehen, daß mir die kritischen Untersuchungen dieser Krtliker nicht bekannt gewesen. Es ist mindestens sehr verzeihlich, in Unserer schrcibseligen Zeit nicht Alles gelesen zu haben, zumal wenn man an einem kleinen Orte lebt, wo cs schwer hält, sich Manches zu verschaffen; und enthält ja auch die Stelle bet Hrn. vr. I. keine Hindeutung auf irgend eine Schwierigkeit, sondern eine einfache Berusung auf Sanh. 11, 2 als ob es sich ohne Weiteres von selbst Vorstände, daß dort R. Gaml. I. gemeint sei. Was übrigens Tosephtha 2. betrifft, so war mir solche wohl bekannt. Es ist aber dort auch nicht die leiseste Spur einer Andeutung, daß von R. Gaml. I. die Rede sei. Jerusch, liegt mir nicht vor; allein abgesehen davon, daß, bei Widersprüchen zwischen beiden Talmnden, bekanntlich auf Babli mehr Gewicht gelegt wird, vermuthe ich nunmehr, gestützt auf das Talmudische ילמד סתום מן המפורש, daß es auch mit Jerusch. nicht so gar ängstlich sein dürfte. Zur wahren Genugthuung gereicht mir das Zngeständniß des Hrn. D. daß die Commcntatoreu mit mir einverstanden sind, so würde ich, sollte ich wirklich geirrt haben, mich jedenfalls wieder in ganz honorabler Gesellschaft befinden. Von Gründlichkeit weiß Hr. D. nichts; er braucht jedoch ein anderes Stichwort: Kritik üben. In meiner Befangenheit war ich der Meinnng, Kritik üben im vorliegenden Falle heiße, sich den talmud. rabbinischen Quellen zuwenden, um seine Ansicht durch diese zu unterstützen; unh dies zu thun bin ich redlich bemüht gewesen. Die rabbiniscben Quellen sind mir zugänglich, und glaube ich sie so gut zu verstehen, wie irgend Einer, und wäre es selbst — Hr. Bez.-Rabb. D:. M. Duschack. Allein ich erfahre, daß ich das Ding, i. e. Kritik üben nicht verstehe, und muß ich dies von Hrn. D. lernen Der sagt nun: ״Hr. D. möge nur das Eine erwägen: wie käme R. Gaml. II. in den Tempel, von wo er diese Sendschreiben erließ?" — Also das heißt doch Wohl, Kritik üben. Aber wic? Diese Krittk-Uebung erscheint ja alseine baare Lüge oder Unwahrheit, wenn dies hübscher lautet. Wo in aller Welt steht in Sanh. nur mit einem Worte, daß R. Gaml. vom Tempel ans seine Sendschreiben erlassen? Ich finde min שהיה,.יושב על.גב

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