Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 2 (November 1860)
- Article
- Deutschland
- Date
- 1860-11-01
- Page
- 133 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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138 ein Comtte, und wem! es auch wünschenswerth wäre, baß die Seminaristen gemeinschaftlich wohnen, so wurde jedoch fürs erste genügen, wenn ihnen Kost und Wohnung geliefert würde. Die etwa auf 1500ff.(?)zu veranschlagenden Kosten (1 Lehrer und 10 Seminaristen) würden sich ans folgende Weise leicht beschaffen lassen. Die größeren Städte müßten mit dem Beispiele vorangehen, einmalige größere und fortlaufende kleinere Beiträge zeichnen, das Land wird gewiß dann dem gegebenen Beispiele folgen. Es find überhaupt gebildete Religionslehrer an denen es uns mangelt, und wir glauben in unseren Hoffnungen nicht getäuscht zu sein wenn wir auf die baldige Rcalisirung dieses oder eines ähnlichen Projektes sicher hoffen. Mögen daher thatkräftige Männer die Sache in Händen nehmen und möge es uns vergönnt sein bald in diesen Blättern die Existenz eines Seminars in und für Bayern verkünden zu können. . . . g. Italien. ׳ Die jüdische Seelenzahl Italiens wird auf 44,040 angegeben. Davon kommen auf die Lombardei 2,250, Venctien 4,406, Sardinten 4,820 Parma 680, Modena 2,710 Toskana 7688, Kirchen- 12,790. Die bedeutendsten jüdischen Gemeinden befinden sich in Rom, Livorno, Venedig, Mantua, Pisa, Florenz, Sienna, Ancona, Bologna, Ferrara, Sintgaglia, Fisigliano, Fesara u. a. O. Schweden. K. S. Stockholm, 13. Aug. In einer der letzten Nummern der ״Nya Dagligt Allchanda" liest man: Eine Prtncipienfrage von nicht unbedeutendem Interesse liegt jetzt der Regierung zur Prüfung vor, nämlich über das Recht eines Juden mit einer Christin eine Ehe einzugehcn. Die Frage ist dadurch entstanden, daß der Geistliche in der Hanptkirchengemetnde das Aufgebot (S. Levison) rmd dessen Braut (Dlle. Sophia Mathilda Lindberg) verweigert hat. Das Consistorinm ist, gestützt auf einen Erlaß von 27. Mat 1782 wo es heißt, daß Juden nur eine Ehe mit ihren Religionsverwandten, aber nicht mit irgend Andern etngehen dürfen, der Ansicht der Prädicanten betgctreten. Der erwähnte Jude hat sich mit seiner Beschwerde an die Ecclesiastic-Erpedttion gewandt deren Entscheidung man demnächst entgegensieht. (N. Pr. Z>) Rußland. Ein neuester russischer Ukas gestattet den Ausländern, in alle Kanfmannsgtldcn, ebenso wie die Angehörigen des Reiches ein-