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Jeschurun · 1860-10-01 · Heft 1 (Oktober 1860) · p. 43

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 1 (Oktober 1860)
Article
Preßprozeß Sebastian Brunner contra Ignaz Kuranda
Date
1860-10-01
Page
43 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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Sebastian BrunNer eonträ Ignaz Kuranda. 43 bet christliche Obrigkeiten desto sonderbarer, so lange noch in ihren Ländern christliche Herausgeber des Alten Testaments, ohne daß eine christliche Censur es hindert, das Ain Buspen- Bum Ps. LXXX, 14. Hiob XYXVIII, 13. 15, die zuverläßtgste Lästerung aufJesum, wiederholen. Also wäre es denn doch wohl der Mühe Werth, die Religion der bessern und gelehrteren Juden kennen zu lernen; diese selbst in Absicht aus ihre Moral, damit man nicht den unwahren Gedanken immer fortpflanze, die Juden hätten ein Gesetz, nach dem sie Christen betrügen müssen; völlig so wahr, als der, der im mittleren Zeitalter und noch neulich in Polen den Juden gefährlich gewesen ist, daß sie Blut der Christenkinder gebrauchen." Herr Kur an da: Dann ist hier ein Band von Ersch und Grubers Encyklopädie, ein Werk, das von Widerlegungen des Eisenmenger wimmelt; aber vielleicht sind es Juden die das geschrieben haben, und die sind vielleicht keine gilttgen Zeugen. Ör. Berger: Die Wiener ״Kirchenzeitung" vom 11. April enthält einen kurzen Nekrolog über Franz Molttor und stellt darin den Satz auf, daß Mvlttor eine der vollgültigsten Autoritäten über Judenthum und Christenthum sei. Ich ersuche nun um die Vorlcsung der Seite 116 aus der ״Kirchen-Zeitung" und dann der betreffenden Stelle aus Molttor über Eisenmenger. (Wir können diese Stelle nicht wörtlich mttthetlen, da unser Exemplar von Molitors Geschichte der Philosophie oder über die Tradition im Alten und Neuen Bunde noch in den Händen des Gerichtes ist. Molitor bezeichnet Eisenmenger als einen tendenziösen Schriftsteller, der nur die Schattenseiten des Talmud zusammengestellt und Lehren daraus hervorgehobcn, welche von der Majorität der Rabbinen zu allen Zetten als unverbindlich und verwcrstich erklärt worden.) vr. Brunner: Ich habe Molitor als einen sehr gelehrten Mann anerkannt, aber nicht als eine Autorität, die unfehlbar'wäre, besonders einer großen Masse von Gelehrten gegenüber. Die ganze Geschichte von Eisenmengers Buch war von höchst nichtigem Intereffe. Es ist das ein Buch, welches verboten worden ist. Ich habe die Belege dafür in der Hand. Herr Kuranda (ironisch): Weil die Juden es bezahlt haben- 0.. Brunner: Ich bitte, hier ist die Geschichte darüber. Ich

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