Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1860)
- Article
- Das Hamburger Attentat
- Date
- 1860-10-01
- Page
- 15 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Artikel III. Die Faktoren 0) die Gemeinde. 15 schweigen, darum muß sich in Hamburg bas jüdische Religionsgesetz in seinen heiligsten Bestimmungen mit Füßen treten lassen, muß sich auch ferner noch von einem absolutistischen Collegium handhaben lassen, dem es nur morgen cinfallen darf Menascheh-gleich ein צלם בהיכל zu stellen und auch ein solches Attentat durch irgend einen נביא הבעל dem Senate, seiner Vorgesetzten Behörde, gegenüber gutachtlich rechtfertigen zu lassen, um ganz ungehindert die Heiltgthümer des Einen Einzigen in Baals-Institutionen zu umwandeln. Und doch ist der Senat nicht nur nicht die einzige Vorgesetzte Be- Hörde eines jüdischen Reltgionsvorstandes, er, wie überall der Staat, ist überhaupt gar nicht die Vorgesetzte Behörde eines jüdischen Vorstandes in religtonsgesetzltchen Angelegenheiten, ihm schuldet in solchen Dingen ein jüdischer Vorstand nur sehr indirekt Verantwortung — nicht dem Hamburger Senat hat Gott, der Herr, am Sinai משמרה הורהו die Huch seines Gesetzes anvertcaut — ein ganz anderes Forum ist es, vor das das Hamburger Dorstandscollegium zu citiren gewesen wäre, ein Forum, dem es wohl hätte Rede stehen müssen, und das nimmer dem Nothschrei des jüdischen Rcligionsgesetzes sein Ohr entzogen hätte; ein Forum, dessen constituirende Glieder es gefühlt hätten, sie brächen über sich selber den Stab, so sie die Sache des göttlichen jüdischen Gesetzes durch den Fußtritt eines jüdischen Collegiums und eines jüdischen ״Geistlichen" zusammenbrechen ließen; ein Forum, das in seiner, unter Gottes Siegel verbrieften Omnipotenz den Vorstand einfach cassirt haben würde, der es gewagt hätte, mit den Faseleien eines solchen Geistlichen דברי אלקי' היים, die Worte des lebendigen Gottes unter die Papterschnitzel des ״grünen Tisches" zu beseitigen — und dieses Forum ist kein anderes, als עדה ד׳, als die Gottes-Gemeinde, die in erster Linie die gesammte Judenheit auf Gottes weiter Erde bedeutet, die aber gegenwärtig ist in jedem jüdischen Kreis, und wären es auch nur zehn jüdischen Männer, die an irgend einem Orte für die Erfüllung deS göttlichen Gesetzes zusammen leben und eben in dieser gemeinsamen Pflicht ihre Einigung vor Gott finden. Der Gesammtheit, nicht einzelnen Bevorzugten, Vorständen, Priestern k. hat Gott sein heiliges Gesetz als das unveräußerliche Erbe anvertraut — מורשה קהלח יעקב — die Gesammtheit, nicht eineinzelne Bevorzugte, Beamte, Priester rc. hat Gott den Fahneneid des נעשה ונשמע am Sinai schwören lassen, — die Gesammtheit in