Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1860)
- Article
- Das Hamburger Attentat
- Date
- 1860-10-01
- Page
- 14 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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14 Das Hamburger Mlentat. tob" über solchen Ehebruch ausspricht, mit himmelwärts gewandten Augen ein zu segnen im Stande ist; — uns dünkt, eS wären dies schon Momente genug, um der nun, um dem jüdischen Religtons״ gesetzt den Vertilgungskrteg anzukündigen. Und doch hätten alle diese, Tod und Verderben drohenden Momente nichts zu bedeuten gehabt, sie wären völlig unschädlich gewesen, ja, sie wären von vorn herein bei dem ersten Versuche ihrer unberechtigten, ja rechtswidrigen Existenz und Einflußübung gescheitert, wenn nur der letzte Faktor, den wir zu erwägen haben, der sich aber bei diesem ganzen Ereigniß nur durch sein Nichtdasein ankündigt, wenn nur in Hamburg eine jüdische Gemeinde vorhanden gewesen wäre, wenn nicht dieses ganze Grundwesen aller jüdisch reltgionsgesetzlichen Institutionen in Hamburg bis zum letzten Atom der Idee von einer Idee ganz und gar begraben scheint. Wir haben in einem früher« Artikel mit tiefem Schmerze das Faktum signalistrt: es gibt in Hamburg keinen jüdischen Religionsgemeindevorstand. Wir schreiben heute mit noch tieferm Schmerze das Faktum hin: es gibt in Hamburg keine jüdische Religions» gemeinde! Die Constattrung eines solchen unerhörten, unglaublich schei- »enden Faktums? Sie liegt offenbar in den Acten des Attentats, das uns beschäftigt. Ein Verbrechen gegen das jüdische Religionsgesetz geschieht, für welches die jüdische Religionscriminalistik kaum eine Parallele bietet. Es geschieht nicht nur, es geschieht zuerst unter stillschweigender und sodann noch einmal unter ausdrücklicher Genehmigung deö jüdischen Vorstandes, der nur seine Genehmigung zu versagen gehabt hätte und es wäre nicht geschehen. Einige in Hamburg wohnende jüdische Männer wenden sich beschwerend an den Senat und werden vom Senate — wie unberechtigte, Zank suchende Quärulanten ab» und zur Ruhe verwiesen. Sie haben an die höchste und einzige Autorität appellirt, welcher der jüdische Vorstand in Hamburg Rechenschast schuldet; diese Autorität hat ihnen das Gehör versagt, und weil diese Autorität in Hamburg die einzige ist, der das Vorstandcollegium Rechenschaft schuldet, darum müssen diese'Männer nun