Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 12 (September 1860)
- Article
- Preßprozeß Sebastian Brunner contra Ignaz Kuranda
- Date
- 1860-09-01
- Page
- 662 (sequence 3)
- Language
- German
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662 Preßprozeß. ein Prophet, der auch in zwei Evangelien des neuen Testaments angeführt ist, David ist kein jüdischer Literat, kein Schreibjude, .wie Herr vr. Brunner so freundlich ist, sich bisweilen auszudrücken; ‘ ׳ der Psalmen, der hier in der ״Kirchenzeitung" henche vorgeftcllt wird. Die Krone von dem Allen Weise, wie Friedrich Dann!er benutzt wird. Ich oben Gerichtshof nicht genug mein Erstaunen dardaß man einen Namen, wie den des Friedrich Dancholischen Kirchenzeitung als Autorität eitirt findet, in!! von ungefähr 60 Jahren, ist einer der gelehrmserer Zeit, aber feine Gelehrsamkeit hat ihn auf er hat die Monomanie, das Judenthum und das oes Alterthmus mit dem Molochdienst und den Meilschenopfern in Beziehung zu bringen. Er schrieb zwei Werke: ״Das Feuer und der Molochdienst der alten Hebräer", und die Geschichte des Christenthums des Mittelalters". Im ersten Buche versucht Daumer zu beweisen, daß Gott eigentlich eine Art Moloch war, daß die Inden ihm Menschenopfer brachten, die Bevölkerung ganzer Städte ihm hinschlachteten, daß aber nachher das Judenthum verfiel und menschlicher wurde, daß es die Menschenopfer aufgab un.d der alten Religion untren wurde. Da stand Christus auf als Hersteller der alten Religion, als Wiedereinsetzer der Menscheiwpfer. Die Juden, die Pharisäer, die Reformer haben gegen diese Wieder- Herstellung der alten Bräuche sich erhoben und Christus gekreuzigt, weit er diese alte Religion zurückführen wollte. Er erlag in seiner Person, aber seine Jünger verbreiteten sich über die Erde und führten das Menschenopfer wieder ein. Hier ist das eine Buch, es heißt ״Die Geheimnisse des christlichen Alterthums" und ist in Hamburg bei Hofmann und Campe 1847 gedruckt; ich bitte den Herrn Präfidenten, die bezeichnete Stelle, S. 78, zu lesen. (Es wird die betreffende Stelle vorgelesen): (Daumer, 1. Band, Seite 78.) ״Noch ist etwas, was jene \ alten Vorwürfe höchst auffallend rechtfertigt, ich meine die inl nerhalb des Chrtstenthnms selbst vorkommende, in » Kunstwerken und Legenden ausgedrückte Börstelf lnng des Abendmahls und der Messe, als des [ Opferns, Zerstückelns, Austheilens und Genie- 1 ßens eines Kindes, worüber wir sofort das uns Bekannte | mittheile» wollen. Ein wissenschaftlicher Freund erzählie mir s von einem in Würzburg erblickten alten Bilde, worauf das | Abendmahl Christi wie gewöhnlich dargestellt war, in der f' Schüssel aber ein Kind lag. Ein anderer Freund, dessen | Vater mit Bildern handelte, erinnerte sich, in seiner Jugend s etwas Aehnliches gesehen zu haben, was ihn in großes Er-