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Jeschurun · 1860-09-01 · Heft 12 (September 1860) · p. 628

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 12 (September 1860)
Article
Elul
Date
1860-09-01
Page
628 (sequence 2)
Language
German
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628 «tut. Und doch war die Bestimmung nicht für immer verloren, doch der Choreb-Schmuck nicht für immer dahin — cs war doch noch der Weg zu einem erneuten Versuche offen — die Trauer selbst verbürgte den Anfang dazu. Lagen die Tafeln in Trümmern, so glitzerte auch das goldene Idol schon als Aschenstaub auf dem Bach, der vom Berge herabströmte, und hatte dem Volke die Nichtigkeit seiner gottabgewandten goldenen Träume gezeigt. ׳ Und zu Moses hatte Gott gesprochen: פסל לך״, haue dir zwei steinerne Tafeln wie die ersten, so schreibe ich auf die Tafeln die Worte, die auf den erste» Tafeln gewesen, die du zerbrochen!" Und vierzig Tage und vierzig Nächte vom 1. Elul bis 10. Ttfchri — stand Moses vor Gott mit den unbeschriebenen neuen.Tafelu, bis Gott ihm seine Alles, auch die Sünde der Menschen überwindende, allmächtige Gnade und Gerechtigkeit offenbarte, und auf die neuen dargereichten, unbeschriebenen Tafeln das alte Gesetz des Bundes und mit demselben die Bürgschaft einer neuervffueten Zukunft verzetchnetc. Das prägte unsrem Jahres-Ende und Jahres-Anfang vom 1. Elul bis 10. Tischri den bleibenden Charakter auf für immer. Wie das erste Stadium der.leiblichen Bildung sich nach vierzig Tage zählt, so sind diese vierzig Tage eröffnet für Jeden, der sich der geistigen und ' sittlichen Wiedergeburt bedürftig fühlt, um diese geistige und sittliche Wiedergeburt vor Gott zu erringen und durch Gott zu erlaugen. Eine neue, unbeschriebene Tafel bringe er seinem Gotte entgegen, erflehe sich mit sehnsüchtigem Ernst und völliger Dahingebung für diese neue, unbeschriebene Tafel bas volle alte Gesetz — und er hat die Bedingung gelöst, für welche Gott es verheißen, ein gnädiger liebereicher Gott sein zu wollen allen denen, die ihn suchen, und mit der Allmacht seiner Gnade und seiner Liebe — wie , immer die Vergangenheit gewesen — die Pforten einer neuen Zukunft zu öffnen. Es ist freilich kein leicht Geschäft, das Entgegenbriugen einer neuen, völlig unbeschriebenen Tafel. Es will da ausgelöscht sein Alles, was der Jrrthum und der Wahn, was die Leidenschaft und die Begierde, was der Hvchmuth. und der Dünkel, was die Jntereffen- Klugheit und die falsche, sich selbst überschätzende Weisheit der Sterb-

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