Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1860)
- Article
- Thamus
- Date
- 1860-07-01
- Page
- 516 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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516 ThamuS. lauschen, um am Gedenktage unseres politischen Falls vielleicht ans diesem Bilde dessen waS wir sein werden, das zu erkennen was wir nicht gewesen und daraus die Bedeutung des langen, langen, jahrtausend langen Weges zu erkennen, der uns zu dieser Zukunft geletten soll. Nun sind aber wohl wenige prophetische Schilderungen dieser Zukunft bedeutsamer als das Wort, das hierüber Jesaias 33 gesprachen, und dieses Wort ist um so inhaltsschwerer, weil es diesen Ausspruch dessen, was diese Zukunft sein wird, damit einlettet uns zu sagen was diese Zukunft nicht sein wird,und zugleich das so-, cial-politische Gemälde der Zeit sktzzirt, in welcher diese Zukunft ihren gottgesendeten Anbruch feiert. Es ist somit ein Wort, das nach alle Seiten hin seine aufhellende Strahlen wirft, und dieses Wort — so wett wir es verstehen und in schwachem Nachhall wieder zu geben vermögen — lautet also: Siehe? ihr ״Ich — möchte — Gott — schauen!" haben sie hinausgeschrieen Und weinen nun bitter, die Engel des Friedens. Wege liegen verödet, Es feiert, der sonst die Straße zog. Zerstört hat den Bund, Städte verworfen, Hat nicht nachgedacht der sittlich gesunkene Mensch. Sobald er trauerte war zerknickt die Erde, Hatte er den Libanon gebleicht, Hatte ihn gewaltsam entfeuchtet z War der Saron wie die Wüste schon Und es entblättert sich Basan und Karmel — Jetzt stehe ich auf, spricht Gott, - Jetzt zeige ich mich auf der Höhe Jetzt ich mich erhoben! Empfanget ihr Stoppeln gebärt ihr Stroh! Euer eigener Geist Verzehrt euch als Feuer Und es werden Völker Kalkbrandstätten, ־ Gefällte Dörner, in Feuer verbrannt.