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Jeschurun · 1860-06-01 · Heft 9 (Juni 1860) · p. 457

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 9 (Juni 1860)
Article
Siwan
Date
1860-06-01
Page
457 (sequence 7)
Language
German
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457 ג' ימי הגבלה heraus, —die freilich jeder mit sich beginnen müßte, — versuchen zu dürfen! So nicht das sinatttsche Gotteswort! "אגבי" spricht es, ״Ich bin dein Gott!" Aber, wenn ich dein Gott bin, wenn du mit Geist und Gemüth zu diesem ersten Gottesworte ״Ja" sprichst, dann "לא יהי' ל[־", dann mußt du auch ״Nein" sagen zu allem Andern, dann muß dieses "״אגבי allein dir Besitz nehmen von deiner ganzen tnnern und äußern Welt, dann darf dir nichts anderes Gott sein, nicht im Geiste und im Herzen, aber auch nicht im Himmel und auf Erden, dann darfst du dir keine Idole machen zur Offenbarung der Wahrheit für deinen Geist, zur Befriedigung der Wünsche beines Herzens, zur Gewährung und Sicherung deines himmlischen und irdischen Antheils an der Welt, dann mußt du aufrecht stehen vor allen Gewalten des Himmels und der Erde, vor Keinem dich beugen, Keinem dienen als dem Einen Einzigen allein, der mit seinem ״Ich!" dein ganzes Wesen gebannt. Dann ist er aber nicht dein Gott nur sür den stillen Berkehr deiner Gedanken und Gefühle mit deinem Vater im Himmel, in den entzogenen Räumen der Tempel und der ״Kämmerlein". Dann ist er dein Gott mitten auf dem Markte des lärmendsten, geschäftigsten Menschenverkehrs, ist dein Gott selbst für jedes Wort, das du einsetzest sür den Bau deiner bürgerlichen Stellung auf Erden, und לא תשא, und du kannst ihn nicht nennen, nicht nennen bei dem leisesten, geringfügigsten irdischen Handel und Wandel, ohne daß sein Name auf deinen Anruf Himmel und Erde in Bewegung setzt, Himmel und Erde für dich oder wider dich, zu Zeugen und Vollstreckern bereit stellt, so daß du stehst und fällst mit der Wahrheit oder Lüge deines gottbesiegelten geringsten, alltäglichen Wortes. Dann ferner fordert er die Bezeugung der Wahr- Hastigkeit der Huldigung deines Gottes nicht mit Gelobungseiden, nicht mit Andachtszähren, nicht mit Tempelhymnen, eine That fordcrt er für deine Huldigung, ein dein ' ganzes Leben durchwebendes Weltenopfer für deine Anerkennung, einen den Namen seiner Herrschaft dir und seiner ganzen Welt aufprägendm Zeugender- »er Wahrhaftigkeit und des Ernstes deiner Huldigung, indem er den Sabbath, ein ganzes Siebtel deiner Zeit für sich fordert: Ist אגבי eine Wahrheit, eine Wahrheit לא יהי׳ לך «ub לא חשא, dann זכור אח מם השבת לקדשו, dann zeige es^ daß du den Muth hast: an

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