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Jeschurun · 1860-02-01 · Heft 5 (Februar 1860) · p. 250

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 5 (Februar 1860)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1860-02-01
Page
250 (sequence 14)
Language
German
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250 Grundlinien einer jüdischen Symbolik. VII. überflüssig, daran zu erinnern, wie ja (Ezechiel 2,8) selbst Tyrus als כרוב סוכך, als schirmender Cherub ausführlich geschildert wird. War Tyrus ein Cherub, dem die materielle Macht und Cultur der Böller zur Huth übergeben war, so kann mit um so größerem Fug Israel als Cherub erscheinen, dem das Gottesgesetz der Menschheit anvertraut worden, das auf Erden gesetzt ist לשמור דרך עץ החיים, und zu dem Gott gesprochen: ועשו לי מקדש ושכנתי בתוכם — — — Eine Entscheidung zwischen diesen verschiedenen Auffassungen ließe sich nur nach denselben hermeneutischen Regeln treffen, die auch bei einer, verschiedene Interpretationen zulaffendcn Schriftstelle zu entscheiden hätten. Es müßte erwogen werden, für welche die in der Stelle selbst, hier dem symbolischen Objekte, und deren Zusammenhänge gegebenen Momente am zutreffendsten und natürlichsten sprächen. Hätten wir aus gegenwärtigem Standpunkte unsercr Untersuchung eine Entscheidung zu treffen, wir würden nur zwischen der ersten und letzten schwanken. Für die erstere spricht das Moment, daß dort das Objekt, cmf dessen Gepaartheit die gepaarte Darstellung der zwei Cherubim sich beziehen soll, ein für das allgemeinste Bewußtsein in den beiden Tafeln, dem ersten und wesentlichsten Inhalte der Lade, gegebener Gegenstand ist, dessen stete Vergegenwärtigung beim Anblick der Cherubim und deren Auffassung am leichtesten vorausgesetzt werden konnte, ein Umstand, der sich schon weniger von der zweiten, und noch weniger von der dritten sagen ließe. Eben aber diese Erwägung dürfte noch entschiedener der letzten Auffassung das Wort reden, weil diese gar keiner Voraussetzung und gar keines außerhalb des ככרת und der Cherubim liegenden Gegenstandes zu ihrer Beziehung bedarf und nichts Anderes ausspricht, als was der unmittelbare Anblick des בסודה׳ und der Cherubim ergtebt. ״Durch die Huth des göttlichen Gesetzes wird der Hüther sein eigener und der göttlichen Herrlichkeit Cherub, seine Huth des göttlichen Gesetzes wird zu feiner eigenen Huth und zugleich zum Träger der göttlichen Herrlichkeit auf Erden." DaS sagte uns oben der einfache Anblick des zu Cherubim sich

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