Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1860-01-01 · Heft 4 (Januar 1860) · p. 183

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 4 (Januar 1860)
Article
Teweth
Date
1860-01-01
Page
183 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2932754-2932877-2932882-2944319--05265-2944353
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Jüdische ffastag-gedanker: |g3 tzenheit mit dem eigenen gottgeordneten und gottgetragenen jüdischen Geschick und Leben, die Israel immer in den Völkererfcheinungen die Riesen und in ftinen ureigenen göttlichen Veranstaltungen die Pygmäen erblicken ließ, Israel immer dazu brachte, daß ונהי בעינינו כחגבים, daß es sich den Völkern gegenüber immer wie Heuschrecken vorkam, imb es darum auch jederzeit von den Völkern also geachtet wurde, יוכן• וזיינו בעיניהם? Und wie sollte es auch anders! Wenn der Jude sein Judenchvar— und dieses umfaßt das ganze jüdische Wesen, sein gottgeordnetes Leben und sein gottgeleitetes Geschick - wenn der IM sein Judenthum nicht achtet; wenn es ih n nicht mit seligster Freude, mit beglückendftem Selbstbewußtsein erfüllt; wenn es sein Auge nicht stählt, in den scheinend,,! Glanz und in die täuschende Strahlen- Umgebung menschlicher Macht unb vergänglicher Riesenhoheit ohne geblendet zu werden drein zu schauen; wenn das Judenthnm den. Juden nicht also erhebt, daß der Jude sein Judenthum über Alles erhebt: wie sollten die Fremden eS thun, wie sollten die Fremden es schätzen, denen ja das Zudenthum, dessen. Werth sich nur dem Erfüller eben in der Erfüllung enthält, immer seinem geistigen beseligenden Inhalte :rach eine fremde, unbekannte Erscheinung bleibrn muß, die ja das Judenthum nur nach der Beschränkung seiner Lkbensordnung und nach dem Herben srines Geschickes, aber die lohnende, beglückende Seligkeit nicht kennen, die aus Allem diesem sprießt, — מתן שכיה לא עבירא לגלד — wie sollten die Fremden 3ub’ nnd Zudenthum schätzen, wenn der Jude sein Judenthnm nur unwillig tragt, seinem Gott ,licht mit Freuden und heileren Herzens dient, stets bereit ist sein Zudenthümliches gegen UnjüdischeS zu vermäkeln, stets bemüht ist, seinem Judentbümlicheu Nnjüdisches beizufügen! Nein! Rein! Nein! So lairge ונהי בעינינו כהנכים״", wir in unseren Augen wie Heuschreck! u sind, so lange ובן היינו בעיניהם״" 0 lange werden wir es auch in ihr<n Augen sein!!! Go lange ferner es uns nicht genügt "״אם הפץ ד' בנו, so lange wir außer dem göttlichen Wohlgefallen auch noch des WohlgefallenS der Völker zu unserer Zufriedenheit bedürfen, so lange wir außer dem göttlichen Wohlgefallen auch noch in gleicher Linie um bas Wohlgefallen der Menschen buhlen and alle Seligkeit des

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.