Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1860)
- Article
- Teweth
- Date
- 1860-01-01
- Page
- 181 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Jüdische FM<y»gtda«ke1,. §81 Vit Kreude« ««d «1-1 fröhlichem Herzen ln allseitig er Fülle!" mahnt die da- Berhänßniß anticiptrende Gvtte-rede, und der *״Moment, in welchem diethränenreiche jüdische Verhäng« iß i» Gotte-buche der Zukunft verzeichnet wurde, war nicht ein Son- «utades Uebermut^s und kecker Selbstüberhebung, war tüte Nacht trostloser Verzweiflung, war eine Nacht Mtesvergeffener Verzagtheit, war jene Nacht, in welcher, bis auf Z0Ma und Kaleb, das ganze Volk an dem Siege der göttlichen Allmacht über die Wesenmacht der Sterblichen und an der Heileskraft der göttlichen Führung, wäre es selbst auf einem Tod brütenden Boden, vergveifeiten «nd sich und ihre Kinder beweinten, deren Schicksal und Aßen lediglich dieser GotteS-Akmacht und dieser göttlichen Heile-- Führung anvertraut sein sollten! ^Wie die Väter da- Land nicht erhielten und im Anblick de- Wdeihr Grab in der Wüste fanden, weil sie die Thräne de- Llrinmuths geweint, so verloren die Enkel das Land und mußten Wieder hikaus in die Wüste, weil ste fort und fort diesen Geist dB Kleinmuthgehegt,, weil sie sich nimmer im Ganzen und baumst zur Höhe dejüdischen Selbstbewnßtsein- und der jüdischen Gelbstachtrrng erhoben, die, mtt Gott im Bunde, keine Riesen unter de« Mensche« «nd keinen Tod unter den NaturgewaUen fürchten, dÜNit Jossa «nd Kal^ nur die Eine Sorg»׳ kennen: '/אם חפץ בנו ח Mun mer Gott seine Freude an unhat!" und in dieser Einen Gßrge alle andere Sorge und Bekümmerntß begraben. War es denn nicht diesekleinmnthige Mißtrauen in die rizene jüdische Bestimmung, in daeigene jüdische Geschick und in die Gotte-wei-heit und Gottesaümacht die jenebestimmt und dieses Mtt, war/es denn diesenicht, dasofort die Söhne dieser Bäjer üeBeßtznahme diese- Landenicht vollenden ließ und den Kanaiter mtt Wem polytheistischen Wahn und feiner zur ״Religion" erhobene« Wflttltchkett mitten unter dem Gottesvolk bun des freundlich hegte? W-r es denn nicht bisst stets unbefriedigte Halbheit, die ste fort «st sott HLnüberschielen ließ uach der Sitte und de« Gebräuchen «st den Einrichtungen der. Fremden? War es denn nicht die völ- He Unterschätzung ihreganzen g o ttgeordneten und g ot tgetra- WA Bevhältnifle-, nicht die völlige, die innere Holheit verkennende