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Jeschurun · 1859-12-01 · Heft 3 (Dezember 1859) · p. 161

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 3 (Dezember 1859)
Article
Jüdische Belletristik [Rezension]
Date
1859-12-01
Page
161 (sequence 7)
Language
German
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Mariamne die letzte HaSmonäcrin. 161 schlachten — da bedank' ich mich, Alexander, das ist mir zu langwellig.. ." ״Ei Bnlchcn, wen» Dn groß sein wirst, wird dir das schon nicht langweilig sein..." ״Nein, nein, Alexander, lieber borgst Du mir Deinen Rappen, daß ich ein wenig auf dem Hofe rumrcitcn kann..." Da blieb Alexander vor ihm stehen und sprach: ״Ja, das will ich, wenn Du mein Hoherpriestcr werden willst. . ." Da wandte sich der Kleine unwillig ab und schüttelte das Lokkenhaupt. Mariamne lächelte und sprach: ״Vertragt Euch, Jungen, Ihr könnt Beide keine Hohepriester werde», denn —" nnd ihr Mund verzog sich schmerzlich — ״Ihr seit ja keine Hasmonäcr, keine Söhne pricsterlichcn Stammes .. Schade, daß gerade jetzt dreimal gchcimnißvoll an die nördliche Wand geklopft wurde nnd durch die famosen geheimen,Gänge und Thürcn Schammai hercintrat, wodurch dieser schönen, historisch getreuen nnd der Zeit angemessenen Unterhaltung ein Ende gemacht wurde. Wenn diese mit zu den Schätzen gehört, die der Verfasser aus den Tiefen der Geschichte des Judenthums heben und daraus edle psychologische Gemälde bilden will, in welchen die Eigcnthnmlichkeiten des jüdischen Stammes in Charakter und Geschichte das Colorit ausmachcn, dann können wir nicht umhin es auszusprechcn, daß sich wohl selten eine solche Geschmacklosigkeit mit völliger llnfähigkcit das Colorit vergangener Zeit anfzntragcn, vereinigt haben. Es fehlte mir noch, daß uns auch erzählt würde, in welcher Nürnbergcr Fabrik die hölzernen Soldaten sabrizirt nnd auf welchem Jahrmarkt sie gekauft wären, so würde daS Gemälde vollkommen und unübertrefflich sei». Ucberhaupt ist der Verfasser mit sehr vieler Nachlässigkeit zu Werke gegangen. Der Styl ist häufig sehr incorrckt und geschmacklos. Sätze wie: ... ״Es war eine Gestalt, wie sie da saß, die großen Eindruck, wenn auch einen gemischten, machte —" oder: . . . ״Mühselig war der Pfad. Voller Gefahren, Ein Fehltritt, und der Jüngling lag zerschmettert im Stcingraben. Ein loser Stein, dassclbige. .

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