Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1859)
- Article
- Aus einem Briefwechsel über die Psalmen
- Date
- 1859-12-01
- Page
- 125 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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AuS einem Briefwechsel über die Psalmen. 3. 125 künden wollte. ״Sv spricht David, Jsai's Sohn — lauten diese letzten Worte Davids (II. Sam. 23) — So spricht David, Zsai's Sohn, Und spricht der Mann, der hochgestellt, Zum Gesalbten des Gottes Jakobs Und zum Lieder-Holden Israels. Gottes Geist sprach durch mich Und sein Wort aus meiner Zunge. Es verkündete aber Israels Gott, Mir sprach es Israels Hort: Einst herrscht unter Menschen der Gerechte, Herrscht durch Gottesfurcht. Dann geht wie Morgenrot!) die Sonne auf, Ein Morgen ohne Wolken, Von Sonnenschein, von Regen steht das Gewächs bereits aus der Erde. Denn nicht so ist mein Haus mit Gott, Denn einen Bund ewiger Zukunft hat er mir gesetzt, Durch Alles vorbereitet und darum gesichert. Denn all mein Heil ist auch das allgemeinste Streben, wenn er es auch noch nicht wachsen läßt. Die Nichtswürdigen aber, Wie verscheuchter Dorn sie all', Denn nicht mit Gewalt werden sie entfernt. Müßte ein Mensch sie angreifen Er müßte sich rüsten mit Eisen und Speer, Aber im Feuer Werden sie verbrannt, verbrannt in Ruhe. Ich brauche sie nicht zu erinnern, wie diese ״letzten Morte David^s" den endlichen Sieg des Guten auf Erden sowie den Untergang des Schlechten gerade so als Quintessenz der durch ihn zum Ausspruch gekommenen Gottesworte bezeichnet, wie dieser Sieg und Untergang in unserm ersten Psalm besungen wird. Nur was in diesen ״letzten Worten" gencralisirt als das der Gesammtmenschheit vorgesteckte endliche Ziel verkündet wird, das steht in dem Psalm als das bereits in jeder Gegenwart von jedem individuellen Menschen Erreich-