Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 2 (November 1859)
- Article
- Grundlinien der jüdischen Symbolik
- Date
- 1859-11-01
- Page
- 80 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Grundlinien einer ♦ 77 VII. Die Stiftshütte. 2. Die Stoffe. (Fortsetzung.*) Nach diesem Exkurse kehren wir zur Ermittelung der Bedeutung der Wolle und des Flachses als Stoff des Tempelhetligthnms zurück und glauben nach den bisherigen Betrachtungen sagen zu können: Ist das Heiligthmn der Kreis, in welchem als מקדש dasjenige zur Darstellung kommt, was von uns Gott, dh. der Erfüllung seines heiligen Willens in heiligender Weise hingegeben werden soll, und als;משב dasjenige, was als Fülle der Segnungen von Gott als Folge der Erfüllung seines heiligen Willens uns gespendet wird, so kann in beiden Richtungen Wolle und Flachs zunächst dasselbe symbolisch vergegenwärtigen, was sie überhaupt als Gewandstoffe symbolisch repräsentiren, nämlich: Wolle: die animalische Seite unseres Menschenwesens, das Leben mit all seinen lebendigen Kräften, des Erkennens und Wollens und Strebens; Flachs: die vegetabilische Seite unseres Menschenwesens, die Ernährung und das geschlechtliche Leben mit allen durch diese Richtungen bedingten Reizen, Trieben, strebenden und genießenden Thättgkeiten. Es könnte sodann nicht auffallen dieselben Potenzen die Darstellung der Gottesspende wie der Menschenweihe, des משק wie des *) Siehe vorigen ,Jahrgang S. S38.