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Jeschurun · 1859-10-01 · Heft 1 (Oktober 1859) · p. 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 1 (Oktober 1859)
Article
Tischri
Date
1859-10-01
Page
11 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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M AM. j Haus und in dein Herz versagst, — darum verkümmert daS Haus und verkrüppelt das Herz, und schrumpft zusammen, daß es nichts Ewiges mehr fasst — — da schmettert die Theruah an die geschlossencn Portale deiner Macht, an die gesperrten Pforten deines Herzens: ״Hebet Portale euer Haupt, lasset euch heben Pforten der Ewigkeit, daß einztehe der König der Herrlichkeit!"— ״Wer ist der König der Herrlichkeit?" — ״Es ist Gott, unwiderstehlich und machtig, Gott allmächtig im Krieg!" Sein Kampfesruf schmettert an die Portale deiner Macht, an die Pforten deines Herzens, der Allmächttge-Hvhe will in deinem Hause, in deinem Herzen der Hohe- Allmächtige werden, will den Thron seiner Herrlichkeit in deinem Hause, in deinem Herzen haben und seine שברים תרועה bricht in Scherben deine Macht, erschüttert zum Weichen deinen Trotz, und schmettert und schmettert bis die Riegel fallen von deinen Schlvsfern, die Sperre fällt von deinem Hcrzen und sich hebt dein irdisches Dasein, und sich hebt deines Herzens Pforte und sich öffnet dem Einzug des — unwiderstehlich stark siegenden Königs der Herrlichkeit — Da legt sich das Schmettern und zum sammelnden, aufrufenden, hinrusenden, näherrusenden Tor. wird sein Ruf — sein schmetternder Ruf an deiner Pforte ist dir selber ja Bürge für seine Liebe, seine Gnade, seine Barmherzigkeit, Bürge, daß du ihm nicht gleichgültig bist, nicht gleichgültig ihm deine Entfremdung, dein llntergang, kein Tod, Bürge, daß er dich sucht, daß er dich nicht verläßt, daß er dich nicht aufgiebt, daß er dein werden wolle wenn du sein geworden bist — Und wenn sich dann öffnet die Pforte und er dann einzieht der König der Herrlichkeit, siehe dann ruft er dich selber hinein in den Strahl seiner Herrlichkeit, hebt er dich selber hinauf in den Kreis seiner Ewigkeit — ruft dich und ruft bis du empor blickst zu ihm — und ein neues Leben erwacht unter dem Strahl seiner Herrlichkeit, der Niedergeworfene steht auf, das Zerschmetterte heilt, das Verwelkte erblüht, das Verwesungsnahe lebt und du fühlst es: je mehr du sein wirst, :cm so mehr wirst du dein, je mehr du dich ihm hingiebst, um so mehr gewinnst du dich selber, all dein Vergängliches wird ewig, lichtig wirst du in seinem Lichte, ewig in seiner Ewigkeit, selig in seiner Seligkeit, und sinkst nun nimmermehr wieder zusammen, ewig geöffnet bleiben die

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