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Jeschurun · 1859-10-01 · Heft 1 (Oktober 1859) · p. 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 1 (Oktober 1859)
Article
Tischri
Date
1859-10-01
Page
1 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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2 Ttschrt. und Liebesnähe — und dagegen des Menschen Ohnmacht und Schwäche, Vergänglichkeit und Winzigkeit, Abhängigkeit und Verantwortlichkeit, — das Lächerliche, Vergebliche und Sundhaste seines Hochmnths und Trotzes, seines Widerstands und' Ungehorsams bei seinem Traumdasein, seinem Schattenleben, seinem in Staub und Rauch sich auflösenden Streben und Wesen; zugleich aber auch die Hoheit und Würde, die Göttlichkeit und Ewigkeit, die unvergängliche Erhabenheit seiner Bestimmung trotz des Schatten-Traums seines Daseins und Lebens, seines Str<״ bens und Wesens in ihrer äußern Erscheinung — alle die^ Gedanken, die so ganz geeignet sind, uns in die rechte Strang und Stimmung zu bringen, die unserer zwischen Vergänglichkeit und Ewigkeit sich bewegenden und aus dem Vergänglichen md mit dem Vergänglichen zum Ewigen sich emporringenden BestinMng entsprechen, sie alle ziehen am Rosch Haschanah an dem CPtegel unserer Seele vorüber, werden erneut wo sie geschwunden, v-rden gekräftigt wo sie abgeblasst, werden in treibende Entfaltung gebracht wo sie die Keimkraft verloren, und der Acker unseres innem Seelenlebens wird mit allen Saaten des Gedankens und der Em'stndung bestell' die die Hetleöerndte unseres Lebens bedingen. Und in welchem Umfang und mit welcher Käst vollzieht her Rosch Haschanah diese Arbeit an unserm innern Seelenlebens Von dem leisen Athemzuge, dem wir an der Wiege unsres Säuglings mit banger Sorge lauschen bis zu dem Kriegeswürfll, der Schlachten- Tod und Jammer über Völker und Staaten v-rhängst, von der stillen Fügung die eine Hütte und ein Herz beglückt, Äs zu den lauten Erlebnissen, die über das Wohl von Million'' Ausscheiden, — ■על המדינות ועל הבריות — das Geschick der GeftEtheiti,^ der Einzelnen — Alles woran das Herz nur *,> wir bange zittern, Alles wofür wir schüchtern Alles wo ach - uns die Sehnsucht trägt, Alles sehen wir >0״ bem Gedanken ימו seres Gottes erwogen, Alles von seinem ^unde den Ausspruch, vo^ seiner Allmacht die Erfüllung und V<rwtrklichung erwartend — und" wir sehen.ihn, den einzigen, wahrkustigen König auf seinem Weltentbrone, Vergangenheit fassend Gegenwart tragend, Zukunft gestattend - sehen ihn als R^ter wägen und prüfen, zählen und messen die Gedanken Entschlüsse, die Thaten und Hand- / ׳

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