Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 12 (September 1859)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1859-09-01
- Page
- 642 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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642 Grundlinie» einer jndischen Symbolik. druck WM,■״ ,נלוו ומליו הוא את אביו שבשמים עליוer ist gelöst und löst seinen Vater im Himmel von sich", eigentlich, ״seinen aus ihm ruhenden himmlischen Vater". Der seiner Bestimmung entsprechende Mensch ist ,,אדם", ist הדום רגלי שכינה, ist Träger der göttlichen Herrlichkeit aus Erden, er ist's, wenn er Gott heilig bleibt, d. i. wenn seine Triebe sich seinen lebendigen Kräften, und seine lebendigen Kräfte mit seinen Trieben sich seinem freien Menschenwesen und sein freies Menschenwesen mit allen seinen lebendigen Kräften und Trieben sich Gott für die Erfüllung seines heiligen Willens Hingiebt. Wenn er aber נו0 ש עט נו heißt etwas in sich verschlungenes. Zusammengedrehtes, somit in sich Abgeschlossenes, siehe das.) ״sich in ineinander geschlungene Abgeschlossenheit hüllt", d. h. wenn er das Ziel und die Richtung seiner Bestrebungen nicht außer sich und über sich in Gott findet, sondern seine Kräfte nur in sich und abwärts, seinen Geist und sein Leben nur den Anforderungen seiner Triebe dienstbar macht, צמר abwärts mit פשתים verbindet, dann ist er seiner Bestimmung entrückt und macht, daß sein Vater im Htmmel von ihm weicht, ולא יראה בך ערות דבר ושב מאחריך ,נלוו ומליו. Diese Zurückweisung und Deprimtrung der Anforderungen unseres vegetabilischen Leibes ist aber nur so lange geboten, als sich eben unser Geist und unser Leben noch nicht der Erfüllung des göttlichen Willens in höchster Vollendung htngegeben. Wenn aber das Band des , göttlichen Gesetzes alle unsere Lebensbeziehungen umschlingt, wenn wir auch mit unser« niedrigsten Pflanzentrieben des sich nährenden und geschlechtlichen Lebens nicht selbstsüchtigem Genüsse, sondern Gott heiligen Zwecken, und nur ihnen dienen, und unser ganzes Wesen hohenpriesterltch geweihet ist, dann ist selbst das leiblichste Leben unseres Pflanzendaseins so heilig und rein und gottnah wie die geistigste Blüthe unseres göttlichfreien Wesens, dann ist der Zwiespalt und Gegensatz aufgehoben in unferm Wesen, dann stehen alle unsere Lebensrichtungen auf völlig gleicher Linie Gott gegenüber und es begreift sich leicht, warum gerade im תכלת der ציצת und im Gewände des ב׳ה׳ג und dem Gürtel des כהן הדיוט (nach רבי Joma 12b) das MM-Verbot schwindet. (Fortsetzung folgt.)