Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 12 (September 1859)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1859-09-01
- Page
- 637 (sequence 6)
- Language
- German
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m Die Stiftshütte. 2. Die Stoffe. 637. und speciell dem uns geoffenbarten göttlichen Willen gegenüber bethatigen sollen, so begreifen wir um so mehr, wie eben Metalle sich zum bildlichen Ausdruck unseres sittlichen Verhaltens zu unserer Bestimmung darbieten konnten. Nach allem Obigen würde aber insbesondere Kupfer der noch unveredelten Natur, Silber der durch Läuterung zu gewinnenden, Gold der ursprünglichen und prob ehaltigen somit vollendetsten Reinheit und Güte entsprechen. b. Wolle un d ByssuS (Excnrs über Schaatnes). Wir haben bereits in unserm Versuche über das Ztezith-Sym-- bol die Bedeutung des menschlichen Gewandes für die sittliche Be-? stimmung des Menschen in Coukreto sowie dessen symbolische Ans Wendung zum Ausdruck der Erscheinung eines Menschen in seiner I sittlichen Individualität b. i. in seinem Charakter erkannt. Es sind t uns dort schon Gewandfäden, insbesondere wollene und leinene als ן symbolische Erinnerungsmtttel an unsere menschlich-sittliche, und nd2n- »oolienc an unsere jüdische Bestimmung erschienen. Wir haben dort } schon darauf hingewiesen, wie wollene und leinene Fäden als Ges wandstoffr noch in einem besondern Gesetze in ganz eigener Bedeut- | samkeit,, wir meinen in dem ul2M-Verbvte, erscheinen, und hatten | unö die Betrachtung desselben bis zu dem Versuche über dieses Ver- | bot Vorbehalten. Wir müssen jedoch auf diese Betrachtung bereits Z hier, und zunächst auch auf dieses Verbot wenigstens im Allgemeineu um so mehr eingehen, weil eben so Wohl bet dem Tempelgewand der Priester, wie überhaupt bei den Ztezith gerade in charak- 1 tcristischer Weise eine Ausnahme von diesem Verbote statuirt ist. 's Das Verbot uns mit keinem Gewände zu bekleiden, in welchem Wolle und Flachs mit einander verbunden sind, wird uns in einem | doppelten Zusammenhänge vorgeführt. III. B. M. 19, 19 steht es | unmittelbar mit den Verboten der Gattungsmischung von Thieren und Pflanzen zusammen: Meine Gesetze, heisst es, wahret! Dein! Vieh sollst du nicht in sich ausschließenden Gattungen verbinden,! dein Feld nicht in sich ausschliessendcn Gattungen besäen, und ein : Gewand sich ausschließcnder Gattungen, Schaatneö, soll nicht auf - »ich kommen. V. B. M. 22, 11 steht es einerseits wieder mit dem