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Jeschurun · 1859-08-01 · Heft 11 (August 1859) · p. 559

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 11 (August 1859)
Article
Aw
Date
1859-08-01
Page
559 (sequence 3)
Language
German
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Warum ging Juda tn'S Exil? 359 Heien aus Armuth und aus zu vielem Dtenste ins Exil gewandert, so kann das nicht die Armuth und der Dienst, das Elend und die Abhängigkeit sein die Juda's Loos in Folge des Exils geworden. Es war ja eine Armuth und ein Uebermaß des Dienstes, die die Ursache, nicht die die Folge des Exils gewesen. Wenn aber die ״Volkreiche", die ״Große", die ״Fürstin unter den Nationen" aus Armuth und ans zu vielem Dtenste ins Unglück gekommen, so muß dies eine Armuth sein, die mitten im Retchthum, eine Dienstbarkeit, die trotz aller Herrlichkeit vorhanden sein konnte, ja, es mag dieser Reichthum und diese Herrlichkeit unter den Nationen im tiefern Grunde die Armuth und Dienstbarkett selbst gewesen sein oder dieselbe erzeugt haben, um welche Juda ins Exil gewandert. Wohl sollte Juda reich, — volkreich und güterreich — dastehen; das Gesetz, das Gott ihm gegeben, sollte eben seine segensreiche Kraft und seine göttliche Wahrheit bereits in der Blüthe des diesseitigen Lebens bewähren. Es sprach und spricht nicht zu seinen Bekenner«, — was ja auch dem ersten besten Jmpostoren der Menschheit möglich — lernt meine Worte und erfüllet sie, dann mache ich euch jenseits glücklich, jenseits, von wo keiner zurückzuerwarten ist, der den betrügenden oder mttbetrogeuen Betrüger des Betrugs zeihe. Es׳ ist das einzige Wort auf Erden, das die ganze diesseitige Wirklichkeit und die ganze diesseitige Zeitentwickelung als Bürgen seiner Beglaubigung einsetzt und keiner beschämenden Widerlegung gewärtig ist. Es spricht zu seinen Bekennen!: erfüllet mich, erfüllet mich ganz, so wird der Himmel und die Erde euch schon hinieden zulächeln und ihr werdet meine Wahrheit spüren in dem zeitigen Regentropfen von oben, und in der reichen Blüthe eurer Aecker und Heerden unten, in der Gesundheit und Blüthe eurer Kinder, in dem Segen eurer Händewerke und in dem Frieden, den die achtende Scheu des Waldthters und des Erobererschwerdts euch zollt. Allein Lohn nicht Sorge, Mittel nicht Zweck, am allerwenigsten Ziel sollte diese ganze reiche Fülle Juda werden, sollte ihm nur durch's Gesetz und für's Gesetz erblühen. ״Er gab ihnen die Länder der Völker, das Mühen der Nationen sollten sie erben, damit sie seine Gesetze hüten und seine Lehren bewahren sollten!" Diese Gesetze, diese Lehren sollten Juda's Nationalschatz und den Reichthum seiner Söhne und Töchter bilden. Aller Segen des Himmels und der Erde sollte ihnen zu- 38«

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