Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 11 (August 1859)
- Article
- Aw
- Date
- 1859-08-01
- Page
- 558 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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.558 Aw. alle Juden wieder um das eine göttliche Gesetzesheiligthum auf ureigenem, diesem Gesetzeheiligem Boden vereinigt und dieses Gesetz in ihrem Gesammtleben verwirklicht findet: so ist diese Frage für ihn die erste und die letzte. Er sagt sich: die Ursachen, die daS Exil gebracht, das find dieselben Ursachen, die das Exil verlängern, das sind dieselben Ursachen, die beseitigt sein müssen, wenn die Erlösung kommen soll, das sind dieselben Ursachen, deren Heilung und endliche Beseitigung Zweck und Ziel des Galuth sein müssen, deren Erkenntniß ihm somit die eigene Aufgabe und die Ausgabe seiner Brudergesammthett in jeder Zeit das Galuth erkennen läßt. Aber auch wenn er in der modernen Täuschung befangen ist, die in vollendeter bürgerlicher Gleichstellung mit den Völkern und unter den Völkern der Erde das Ende des Galuth erblickt, auch bann — und wenn er denkt, dann zuerst — müßte diese Frage ihn .aufs lebhafteste interessiren. Israel war ja schon einmal gleichgestellt, ja mehr als das, war selbstständig, bildete eine eigene große Nation, bildete einen eigenen großen Staat, die Hauptstadt seines Reiches war רבתי עם, war רבתי בגדם שרתי במריטת und dennoch — ר,יתר. למס! Sollte ein Glück, das nothdürftig zusammengebettelt worden an den Pforten der Parlamente, an den Thüren der Stände, dessen Gewährung und Dauer bedingt ist von der Dauer so vieler andern Beziehungen, deren Barometerstand von heute auf morgen nicht verbürgt werden kann, ein Glück, das von den zufälligsten Combinationen abhängig ist, in welchen die zufällige Majorität einer zufälligen Versammlung das Recht der Juden vereinbar oder nicht vereinbar, nothwendig oder unmöglich denkt mit ihren Rechten und ihren Interessen, ein Glück, das wir schon siebenmal auf dem Pa- Piere bewilligt und ebensooft in der Wirklichkeit wieder verkümmert gesehen: sollte denn dieses Glück je einmal stabiler und gegen alle Wechselfälle gesicherter sein können, als ein Glück, das auf einheitlichem Boden in einheitlicher Selbstständigkeit unter dem Schutze des Einen Einzigen gegründet war, sollte es je die Gefahren nicht zu fürchten haben, an welchen selbst dieses gescheitert? 1 Warum ging nun Juda ins Exil? ""מעט ומחב עבורה ״aus Armuth und aus zu vielem Dienste" lautet die erste Antwort des Propheten. Wenn aber Juda nach Aufschluß des Pro-