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Jeschurun · 1859-06-01 · Heft 9 (Juni 1859) · p. 478

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 9 (Juni 1859)
Article
Grundlinien der jüdischen Symbolik
Date
1859-06-01
Page
478 (sequence 23)
Language
German
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478 Grundlinien einer jüdischen Symbolik. Punkt begreifen sich die Sähe Menachoth 35 a. קשר של תפלין צריך שיהא למעלה כדי שיהו ישראל למעלה ולא למטה וצריך שיהא בלפי פגים כרי שיהו. ישראל לפגים ולא לאחור. Die Bestimmungen über das Anlegen der Tefillin sind Hinsichtlich ihres symbolischen Inhalts so klar, daß dieser sich sofort von | selbst ausspricht. ־ | Es werden erst die Tefillin um die Hand und dann um den | Kopf gelegt und beim Ablegen ebenso zuerst die des Kopfes und | dann diejenigen der Hand abgelegt, so daß, wie der Satz der Ueberlteserung heißt בל זמן שבין עיניך יהיו שגים, die Tefillin am Vorder- Haupte nie ohne diejenigen an dem Oberarm getragen werden. Diese Bestimmung entspricht ganz dem ersten großen Grundprtncipe des נעשה ונשמע, welches im Judenthum die Wethe zur That überall der Wethe zur Erkenntntß vorangehen läßt und der Erkenntniß nur so viel und so lange Werth etnräumt, als sie von vornherein auf der Hingebung zum Gehorsam basirt und die thättge Erfüllung des göttlichen Gesetzes zum Ziele hat. Die Weihe der Hand geht der Weihe der Augen voran, ist ihr Ausgangspunkt und Ziel. Die Hand-Tefillin haben ihre Stelle am linken Oberarm, an dem großen inneren Beugemuskel, dem Herzen anliegend; die Kops- Tefillin am Vorderhaüpt in der Mitte über den Raum zwischen den Augen mit Anfang des Haarwuchses. Es werden somit die Hand-Tefillin an denjenigen Muskel gebunden der die Hauptbewegung des Arms und zwar die ansich bringende und haltende, somit die Dinge der Außenwelt in den Kreis der eigenen Persönlichkeit führende und beherrschende vermittelt. Indem diese Stelle zugleich dem Herzen naheliegt, befindet sich somit das Haus der Handtefillin an der Quelle allen Wollens und Thuns. Ein Linkhändiger legt übrigens die Tefillin an den rechten Arm, der seinen linken bildet. Das Binden der Tefillin um den Arm soll immer mit der kräftigen Rechten geschehen, die Hingebung unserer Thatkrast in das Band des jüdischen Gehorsams an das göttlichen Gesetz mit dem Aufgebot der höchsten Energie. Gehäuse und Knoten der Kops-Tefillin liegen auf dem Sitze des Gedankens und des Gedächtnisses. Mit dem Gedanken erfasst und im Gedächtniß bewahrt soll der Inhalt der Tefillin sodann vom Geiste und durch denselben — wie dies die herabwallenden Bänder

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