Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 7 (April 1859)
- Article
- Aus Norddeutschland
- Date
- 1859-04-01
- Page
- 369 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ms WorddeutschLand. III. et rch! Q dr n n - Des Kindes Herz gleicht einer Knospe. Wie sie verschwiegen Z ruht, bis Lenzesahnen sie erfasst und FrühLingöwehen sie umkoft und ü verschlossen birgt den reichen Schmelz und Reiz, der einst das Auge entzückt; so schlummern tief auf dem Grunde der Ktnderseele alle Kräfte und Fähigkeiten und Neigungen, die einst die Schritte des Menschen bestimmen. Sie harren des weckenden Sonnenstrahles, der 1 sie aufküsst, des leise belebenden Hauches, der sie der Blüthe entgegenführt und dieser Sonnenstrahl, dieser Frühlingshauch ist der Mutter zärtlicher Blick, des Vaters innige Liebkosung. — z Hülfloö und ohnmächtig liegt das Kind in den Armen dev- Mutter; die Natur, die nie verschwenderisch, stets sparsam, hat hier ß in weiser Absicht verschwenderisch gegeizt, hat fast konnte man sagen j das ganze Leben der Elternliebe überantwortet. Liebe sorgt nicht al- Z lein für das leibliche Wohl des kleinen Erdenbürgers, Liebe weckt E das erste Lächeln, den ersten Schimmer des göttlichen Geistes; Liebe lehrt das Lallen des ersten inhaltschwersten Wortes: Vater, Mutter; T der Liebe, die der Schöpfer in die Brust der Eltern gesenkt, dankt. D der Mensch sein ganzes Sein. Diese geistige und körperliche Pflege,! h welche in dieser Liebe zur Aufgabe gemacht sind, erweitert unsere E Tau-roh, welche die Natur gleichsam ergänzt, zur religiösen Pflicht. W W