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Jeschurun · 1859-04-01 · Heft 7 (April 1859) · p. 364

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 7 (April 1859)
Article
Ein offener Brief von einem Juden aus Syracuse an seine Brüder in Israel diesseits des Atlantic
Date
1859-04-01
Page
364 (sequence 6)
Language
German
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364 Ein offener Brief es» einem Anden aus Syracuse Nachkommen muffen; wir würden darum, wenn wir einen Korb Früchte und einen Korb Blumen in die Synagoge zur allgemeinen Schau hinstellten, eben so gut, wie durch Esrog und Lulof dem Sinne der Schrift vollkommen entsprechen". So geht unser Ritter mit Sack und Pack in das noch eben von ihm bekämpfte Lager über! Und solchem Leichtsinn vertraut ihr euer und eurer Kinder Heil an, neigt wistig euer Ohr Lehren, die euch von Gottes Wort ablenken, Lehren, die die Verheißungen Gottes durch die Propheten Lügen heißen und endlich Lehren, die euch den Glauben an die einstige Erlösung Israels schon benommen haben, und die euch zuletzt auch an der höchsten Wahrheit werden zweifeln machen? Von solchen Männern lasset ihr euer Gebetbuch revidtren, Gebete aus demselben streichen, Gebete die euch nur bestärken könnten in dem Glauben an Gott, als einen gütigen Vater, Belohner alles Guten und strengen Richter der Sünde, indem Glauben an das Fortleben des Geistes nach dem Tode und an den ewigen Fortbestand Israels als Volk Gottes, wie an seine Erlösung und Wiederherstellung seines in Ruinen ltegendm Tempels und untergegangenen Staates? Ja, um euch diesen Glauben zn benehmen, wurden die daraus hindentenden Gebete vcrbannt und die man euch gelassen hat wurden derart verändert, daß ihre Verstümmelung dem gewöhnlichen Manne nicht besonders sichtbar wird, denn die Htnzufügung oder Hinweglassung eines einzigen Wortes an verschiedenen Stellen genügte, den wahren Sinn und Geist derselben völlig zu verfälschen und entstellen. Und um einem solchen Machwerke Raum zu gebe», verbannet ihr ein Gebetbuch, verfaßt von den Helden Israels, von den größten Lehrern des Volkes, deren Geist heute noch zur Zierde und zum Ruhme Israels zwischen uns sprtlebt, und deren Name die Zeit nicht verwischt, sondern eine in die ändere hinüberträgt, Männer, die nie die Wissenschaft zur Melkkuh herabgewürdigt und die Neligig." nie zu ihrem Brodesstabe machten. Täuschet euch, Brüder, nicht über das was ihr thut, bedenket. Wie leichtsinnig ihr euch in die Hände Leichtsinniger werfet, die eure Schwäche W.d Unkenntnis; zu ihren Zwecken benützen und ohne Rücksicht euren iynern Menschen tobten und euch zum Sklaven eurer eigenen Begierde machen. — Fraget euch doch selbst: was habe» diese Männer die meine Lehrer sein sollen, geleistet, was

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