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Jeschurun · 1859-03-01 · Heft 6 (März 1859) · p. 294

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 6 (März 1859)
Article
Adar- und Weadar-Gedanken
Date
1859-03-01
Page
294 (sequence 10)
Language
German
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294 Adar- und Weadar-Gedauken. den Muttermund dem., sinkenden Hetligthume und dem trauernden Gesetze nicht helfen. Geistiges, meinen sie, könne nur durch Geistige k und Geistliche gepflegt und geschützt werden, ihnen sei ein anderer k Beruf, sie seien ״einfache Bürger und Kaufleute", junge Männer, | die erst ihre Carriere zu machen hätten, Hausväter, die sich an ihrem j Haus und ihrer Familie versündigten, wenn sie ihre Mittel und ihre j Sorge, ihre Kraft und ihre Zeit andern Zwecken zuwendeten, es sei jj schon viel von ihnen, dasi sie in dieser materiellen Zeit doch noch | einen Seufzer,hätten um Zions Fall und eine Thräne um der Thora I Schmach — — ׳! Für sie Alle hat שקלים das Wort: Alle eure und der Eurigen || materielle Existenz hat vor Gott nur Werth und Bedeutung und I somit nur-Sicherheit und'Gewähr, tvenn ihr sie dahin gebt um 1 sein Heiligthum zu tragen. Nur gebend, nicht erwerbend und geuießend, nur gebend, seinem Heiligthum gebend zählt und | wiegt ihr vor Gott. Nicht in dem Schekel, den ihr erwerbet und ge- " | nteßet, in dem Schekel, den ihr verwendet, in den heiligen Gotteszwecken, denen der Schekel in eurer Hand und durch eure Hand ge- '! weiht wird, nur darin gewinnet ihr Bedeutung vor Gott, und erst E wenn ihr eure Kinder gleich euch zur Gott geweihten Verwendung der Schekel, die ihr für sie erworben, erzieht, wenn ihr sie für sein j Heiligthnm erzogen, .erst dann habt ihr sie für Gott erzogen, erst dann lebet ihr mit ihnen im ewigen Andenken vor Gott. Und euer Beruf, und eure Zeit und eure Kraft, die diesem Berufe gehört —? Jedem Berufe, den wir willkürlich erwählt, geht der Beruf voran, den Gott uns ertheilt. Wir sind alle erst Juden, ehe wir, oder die Welt, oder der Zufall uns zu Kaufleuten, Handwerkern, Künstlern, Gelehrten u. f. w. gemacht. ״Sei Jude" hat Gott zu uns gesprochen; zum Kaufmann u. s. w. haben wir zu uns selber bestimmt. Wir? dürfen aber Kaufmann, Künstler u. s. w. nur sein, sofern wir j mit allem diesen nicht aufhören Jude zu sei», sofern unser Beruf : ״Kaufmann" u. s. w. selber in den Beruf ״Jude" aufgeht, sofern wir als Kaufmann «. s. w. eben nur bestrebt sind uusern Beruf! als Jude zu erfüllen, uns der Jude das Absolute wird, der Kaufs mann nurdas Bedingte ist, unser kaufmännischer Beruf sich die j Erlaubniß von unserm jüdischen: Berus erbittet, nicht aber unser jüj bischer Beruf betteln geht bei den Laune,! und Interessen unseres ß

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