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Jeschurun · 1859-02-01 · Heft 5 (Februar 1859) · p. 281

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Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 5 (Februar 1859)
Article
Orient : französische jüdische Unterrichtsanstalten im Orient [Nachricht]
Date
1859-02-01
Page
281 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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281 über das Bartscheeren und Annahme nichtjüdischer Sitten im äußern Erscheinen. Insbesondere aber ist die Heilighaltung des Sabbaths Gegenstand dieses Erlasses. In ernstester, eindringlichster Weise wird die Wichtigkeit derselben so wie die Verderblichkeit der Verletzung ans Herz geredet und vor fernerer Uebertretung gewarnt. Am Schluffe wird חרם über alle künftigen Uebertreter ausgesprochen und angekündigt, datz man auf dieselben Acht haben und sie ohne Unterschied der Person, seien es Costanttnopolita ner oder Fremde, zu Gericht ziehen werde. Wenn nun ein so allgemein gehaltenes Aktenstück, das lediglich über die Verletzung des jüdischen Religionsgesetzes in seinen heiligsten Vorschriften klagt, vor fernerer Verletzung desselben warnt und allerdings auch Drohungen gegen deren Uebertreter enthält, wenn dieses Aktenstück gleichwohl von Freund und Feind der 4cole franQaise als gegen diese Anstalt gerichtet betrachtet werden konnte; wenn, wie aus dem Schreiben der?06866 äs!'Orient ersichtlich, insbesondere durch die Drohung gegen die fremden Uebertreter des Religionsgesetzes sich diese £cole fran$aise betroffen finden konnte —: legt dies nicht die Annahme nahe, ja, läßt sich das anders als durch die Voraussetzung erklären, daß diese öcole fran- §aise in der That auf einem dem jüdischen Religionsgesetze feindlichen Boden stehe, daß insbesondere deren Lehrer und Leiter selbst das jüdische Religionsgesetz in seinen heiligsten Diktaten verletzen? Dieses Räthsel hat uns zunächst jene Fragen in die Feder gegeben, und werden wir uns glücklich schätzen, wenn das löbliche 00mW äs K16n5ai8an66 israslits, und insbesondere der ehrenwerthe Herr Präsident desselben, sich bewogen fühlen möchten, hierüber beruhigenden Aufschluß zu geben. Es kann sicherlich nicht ihre Absicht sein, Schulen zu gründen und zu fördern, deren Lehrer und Leiter — nach den Angaben der?06886 äs l'Orkni zu schließen — sich getroffen fühlen können, wenn das Rabbinat über Uebertretung der Sabbathgesetze klagt und deren Uebertreter warnt. Anzeigen» Zu allen Zeiten war auch in den nicht gelehrten jüdischen Kreisen das Bedürfniß herrschend, sich über das göttliche Wort, dem man im f Leben so gern folgte,;u unterrichten,Mch Mt dem Buchstaben des Gesctzes und seinen Auslegungen vertraut zu machen. So entstanden für [■: jene Kreise und namentlich für Frauen berechnete Uebersetzungen und erklärende Bearbeitungen des Pentateuchs, welche zwar seit Einführung i der neuhochdeutschen Uebersetzungen, aber gewiß nicht durch dieselben, { vielmehr durch das Zusammenwirken einer Menge von anderen Ursachen i in den Hintergrund gedrängt worden sind. Man könnte es daher im- I merhin als einen Fortschritt zum Besseren auch nach dieser Richtnng

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