Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1859)
- Article
- Orient : französische jüdische Unterrichtsanstalten im Orient [Nachricht]
- Date
- 1859-02-01
- Page
- 277 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Oran 1× ep/1048048
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I einstimmig von der Gemeinde aufgefordert die Organisation der Talmud | Thora zu übernehmen, welche Anstalt an 1000 Schüler im Alter von 8 2 bis 15 Jahren unter etwa 25 Lehrern zählt. Die französische Schule; besteht erst seit 20 Monaten und hat bereits in dieser größten Gemeinde des türkischen Reiches, — sie zählt 25,000Juden, — sich so einflußreich 0 bewährt, vaß der Chachaw Baschi von Smyrna und Herr Leon Rebbis; daselbst bereits das Comitä zu Paris um Errichtung einer gleichen Schule :1 in Smyrna gebeten haben, zu welchem Zwecke Herr Rebbis unentgelt-;1 lich einen Bauplatz und der Oberrabbiner ein Geschenk von 10 türkischen J Pfunden (250 Frs.) offerirt. ] In Egypten und in Jerusalem stehen ähnliche Anstalten in ß Blüthe, über welche ein späterer Bericht erfolgen soll, i In Algier ist die Talmud Thora-Schule mit 160 Schülern, 1 eine andere mit 150. Eine Mädchenschule zählt 80 und eine Bewahr- 1 anstatt 150 Kinder. Oran hat eine jüdische Gemeindeschnle mit 130, eine vom Eonnj ststoire unterstützte Privatschule mit 200 Schülern, eine vereinigte Mäd- 8 chen- und Kleinkinderbewahr-Anstalt mit 120 Kindern. Mostaganem hat eine Knabenschule mit 140 und eine Mädchenschule mit 80 Kindern. Tlemen eine Knabenschule mit 150 Schülern. U Moscara eine Knabenschule mit 100 Schülern. Constantine eine Knabenschule mit 90 und eine Mädchenschule ׳׳ mit 70 Schülern. I Bona eine Knabenschule mit 80 Kindern. Alle diese Anstalten datireu erst seit 14 Jahren und schon werden mehr als 1700 Kinder in französischen Schulen unterrichtet und zwei -! Mädchenschulen werden bereits von eingeborenen Lehrerinnen geleitet. \;l Das Comite da bienfaisanca iara&ite und dessen Menschenfreund-- 's lich thätiger Präsident haben ein Recht sich zu diesen glänzenden Erj folgen ihrer Bemühungen zu gratuliren und von der Zukunft noch glän- (4 zendere zu erwarten. al Zwei Fragen drängen sich jedoch demjenigen, der die Zustände un- ׳: serer orientalischen Brüder nur aus der Ferne, und nicht aus eigener Anfj schauung kennt, bei der Betrachtung dieser Werke humanster Wohlthätigkeit auf, die vielleicht das ehrenwerthe Comite und dessen verdienstvoller Präsident sich im Interesse der Sache bewogen fühlen dürsten, einer that- 'i sächlichen Aufklärung zu würdigen. Liest man von diesen zahlreichen '4 560163 frav.§ais8.^ in Asien und Afrika, man fragt sich unwillkürlich: J sollten denn diese, gewiß in reinster Absicht gestifteten Werke nicht vielaj leicht doch eines segensreichen Erfolges völlig verlustig gehen müssen? '1 Kann eine so fremdartige, von Fremden der Zarten Jugend gebrachte Biljjj düng vom Heile sein? Kann das der naturgemäße Weg sein, auf well-8 chew das Menschliche im Menschen, in welchem Geist und Gemüth des