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Jeschurun · 1859-02-01 · Heft 5 (Februar 1859) · p. 251

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 5 (Februar 1859)
Article
Dr. Barclay: "Die Stadt des großen Königs" [Rezension]
Date
1859-02-01
Page
251 (sequence 2)
Language
German
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von Dt. M. Hirsch. 251 gezeichneten und technisch schön ausgeführten Stahlstiche, Ltthographieen und Holzschnitte sagt mehr als die ausführlichste Beschreibung. Der Verfasser hält dieses Wasser für das ״Meer". Dies ist offenbar eine Verwechslung. Das ״Meer" war ein Gesäß und über der Erde. Wohl aber könnte es jenes unterirdische Bassin sein, in welches das ״Meer" jede Nacht, resp. vor Tagesanbruch hinabgelassen wurde.*) Gleichwohl macht es in seinem jetzigen Zustande den Eindruckeines durchaus kunstlosen Werkes; die massiven, metallbedeckten Säulen haben unförmlichen Pfeilern Platz gemacht, allem Anscheine nach unbehauenen, spärlich begipsten Felsblöcken; die Raubgier der verschiedenen Eroberer der heiligen Stadt — und welche Andere hätte eine solche Mannigfaltigkeit von Völkern ihre Mauern erstürmen und ihre Bewohner würgen gesehen, von den Syrern, Römern und Persern bis zu den Saracenen, Türken und vor allem den frommen Kreuzsahrern! — hat schon dafür gesorgt, daß auch keine Spur mehr von dem ursprünglichen Erzkleide der Säulen übrig geblieben. Das Gewölbe hat 136 Fuß im Umfange und 42 Fuß in der Tiefe, es fasst nach annähernder Schätzung nicht viel weniger als 2 Millionen Gallonen! Der Regen von der El-Aksa, — der südlich von der Omarmoschee, an der Südseite der Tempelarea sich befindlichen Moschee, höchst wahrscheinlich vom Kaiser Justinian erbaut, — fließt durch einen kleinen Graben hinein, eine nicht unbedeutende Menge auch durch mehrere kleine Kanäle, die von verschiedenen Seiten der Tempelfläche in der Nähe des Portals der El-Aksa in jenen Graben münden. Weder eine Verbindung mit einer Quelle noch mit benachbarten unterirdischen Teichen und Wasserleitungen ließ sich wahrnehmen; jedoch ist eine solche, namentlich mit dem unter der El-Aksa, der sonst keinen sichtbaren Quell oder Zufluß von Außen hat, nicht unwahrscheinlich. Ehemals hatte es oben 8 Oeffnungen, durch welche das Wasser heraufgezogen wurde; jetzt ist nur eine geöffnet. *) Vergleiche Midoth 5,4. Soma 37, a. Die Comment. z. St. — Da der Verfasser den Ort nicht naher angiebt, so läßt sich nach den Quellen nichts Gewisses bestimmen.

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