Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1859)
- Article
- Schewat
- Date
- 1859-02-01
- Page
- 232 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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232 seres heiligen Schrtstthums ihre Pflanzstätten für Jünglinge und Männer und ihre Schulen für die Kindheit und Jugend verloren. Man hat die חורה, diese Centralsonne des jüdischen Lebens, dieses Gottesfeuer des jüdischen Volkes erlöschenlasten — und wir wundern Uns, daß die Geister verdunkelt, daß die Herzen erkaltet, daß Licht Und Wärme fürs Judenthum fehlt, wir wundern uns, daß es Winter geworden? Während das Volk nichts weiß und die Jugend nichts lernthat man den Tod der alten jüdischen Wissenschaft und stch zu Testamentsexecutoren des alten jüdischen Nachlasses proklamirt, hat eine Nummernkunde des alten jüdischen Anttquitätenregisters als verjüngte jüdische Wissenschaft getauft, hat den einen und den andern Edelstein aus diesem reichen Schatz hervorgelangt, aufgeputzt, Und das Volk versichert, das sei das einzige Werthvolle aus der Erbschaft seiner großen Vergangenheit, alles Andere sei unbrauchbare Trümmer, höchstens gut für das Raritätenkabinet eines Alter״ thumsfreundes, sei aber fürs Volk völlig werthlos, weil fürs Leben unbrauchbar und ohne Nutzen für unsere Zeit. Und diese wenigen alten jüdischen Perlen hat man in ein System eingefügt, das man zur theoretischen Beschönigung des praktischen Abfalls erfunden, das man jüdisch nennt, weil es sich doch mit diesen wenigen jüdischen Perlen schmückt, und das historisch sein und auf dem alten historischen Boden stehen soll — weil — man doch diese wenigen Perlen nur nach in dxtima forma ergangenem Verschollenheitsproklam des alten Judenthums aus dem historischen Nachlaß des armen Verstorbenen hervorgelangt — und mit diesem sich selbst diplomatisirenden Wiffenschaftltchkeitsschetne schreckt man die Alten und täuscht Man die Jungen, und ersetzt die Sonne der alten, leuchtenden und wärmenden Sinai-Feuersgluth durch einen künstlichen Feuerschein, der den Gesichtskreis des Volkes nur so weit erleuchtet, um es seine Nacht für Hellen Mittag halten zu lassen und es mit Beruhigung und Begeisterung in seinem Abfall zu halten — und wir wundern uns, daß der Winter so lange dauert? Was unfern Winter so dauernd erhält? Das ist die ganz abnorme Lage, in welche eben die Propaganda des Abfalls für ihre Zwecke unsere religiösen Gemeindeverhättntsse gebracht, und das ist - dte beklagenswerthe Gleichgültigkeit, Ein- und Vorsichtslosigkeit, die dieses Alles geschehen ließ und hintendrein zu schwach istdem ein-