Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1859)
- Article
- Aus Hannover
- Date
- 1859-01-01
- Page
- 218 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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218 Aue Hannover. bei uns erstorben ist, daß der Weg zum Guten angebahnt werden kann, daß eine jüdische Schule nicht blos frommer Wunsch bleiben muß, daß sie erstehen kann zur Rettung unserer Jugend. Vor Allem gilt es darum rüstig an das Werk zu schreiten und Männer für die Anstatt zu gewinnen, die mit gediegener wissenschaftlicher Bildung bewährte Lehrfähigkeit verbinden, Lehrer, die durch ihren Charakter, nicht bloß durch ihre Lehren, der Jugend Liebe und Achtung für unser Heiligthum einstoßen, die, auf der Höhe der Zeit stehend, die Bewegung rechts und links begreifen, jeden Zweifel überwunden haben, deren Herz warm schlägt für die Thora — Lehrer, jüdische Lehrer in des Wortes weitester Bedeutung, die ihren Beruf wahrhaft als ihren Berus erfassen, nicht lässig und verdrossen an ihr erhabenes Geschäft gehen, die nicht weil sie dafür besoldet unterrichten, sondern in ihrem Berufe allein leben und streben und denen es nicht genügt ein bestimmtes Quantum von Wissen dem Gedächtnisse der Schüler eingetrichtert zu haben, sondern die das Herz der Kinder zu fassen wissen und sie für ihre Ausgabe Träger des GottesschaHes zu sein, zu begeistern und ihnen die welthistorische Bedeutung des Judenthums klar zu machen verstehen. Keine Rücksicht darf hier Platz greifen, wo es so Hohes gilt, keine persönliche Zuneigung entscheiden, wo für so Wichtiges gewirkt werden soll. Und der Leiter der Anstalt — ihm muß es Lebensaufgabe sein, die Schule zu fördern und zu heben, daß sie ihren Zweck erreiche. Mit einer oberflächlichen Aufsicht, mit einer vierteljährlichen Revision, mit monatlicher Berichterstattung, mit allwöchentlicher Inspektion ist es nicht abgethan. Tag für Tag muß er die Schule hüten wie ein theures Kleinod, muß sie pflegen wie das Kind seines Herzens. Nicht das Geringste darf ihm verborgen bleiben, jeder Unterrichtszweig muß ihm hoch und wichtig gelten. Er darf nicht müde werden in seiner Huth, die unausgesetzte, thättge Wachsamkeit, die rastlose, unermüdliche, persönlicheBetheiligung an der Anstalt, das ist seine Aufgabe. Aber soll das Werk wirklich gedeihen und fruchtbringend werden, dann genügt eine Elementarschule nicht. Die Elementarschule -efast sich nur mit dm Elementen der Bildung, nur die ersten Kinderjahre der Schüler gehören ihr. Was nützt es aber, wenn der