Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 2 (November 1858)
- Article
- Nach Jerusalem! [Rezension]
- Date
- 1858-11-01
- Page
- 96 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Y6 Mach Jeru-salM!"' ״Obschon der Anfang NN schädlich zu sein scheint, indem sie behaupten, die Anstalt werde unter die Aufsicht gottesfürchtiger Männer gestellt, und es werden die Grundsätze der Heiligen Thora gelehrt werden, so wissen wir doch aus Erfahrung, daß bas Ende bitterer wie ,Wermuth sein wird. Man wird die Wissenschaft zur Hauptsache und unsere heilige Thora zur Nebensache machen, und man kann mit Sicherheit annehmen, daß dies verursachen wird, Israel seiner heiligen Thora und -die Jugend der Gottesfurcht zu entrücken und daß es der Grund sein wird zur Abtrünnigfeit und Gottlosigkeit" — so würden wir keinen Augenblick Anstand nehmen, dieses mit zu unterzeichnen. Ist es ja doch gar nicht anders zu erwarten, als daß der Gründer einer Schule auch seine Ansichten und Grundsätze dort gelehrt wissen will, und wird man es keinem Vater verargen, der, bevor er sein Kind einer neu zu gründenden Schule anvertraut, aus dem Charakter und Leben des Gründers aus die Gesinnung schließt, die dort zur Herrschaft gelangen wird. Wir fragen Herr» Frankl, ob er sein Kind einer Anstalt überantworten würde, die von einem Manne in's Leben gerufen werden soll, von dessen Unsittlichkeit er z. B. überzeugt ist? Sicherlich nicht. Und wir sind fest überzeugt und Herr Frankl mit uns, daß wenn er den Ehacham Baschi mit "seinen Grundsätzen und seinem religiösen Leben bekannt gemacht hätte, wenn er z. B. ״die Einladung zu Tische" -der Gräfin Ptzzamano angenommen, oder ihm nur das erzählt hätte, was der Reisende uns selbst von sich mittheilt; — wir meinen, wenn Herr Frankl z. B. sein ״Nach Jerusalem" in hebräischer Sprache dem Ehacham Baschi statt des ״Kol Mebasser" überreicht hätte — er wohl-schwerlich auf die Unterstützung deffelben hätte rechnen können; er-Wäre gewiß unverrichteter Sache nach Wien zurückgekehrt. Und wenn ,wir nun auch ihm vollkommen Glauben schenken wollen, daß in dar,-Anstalt wirklich nach streng jüdischen Grundsätzen gelehrt und dieselbe nach streng jüdischen Vorschriften eingerichtet sei, so thut das dem guten Rechte der Aschkenastm nicht den geringsten Abbruch. Es beweist höchstens, daß ihre Opposition