Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 2 (November 1858)
- Article
- Federzeichnungen
- Date
- 1858-11-01
- Page
- 87 (sequence 1)
- Language
- German
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September 1858. >.. k. Der Ring ruhte an der Hand der Braut der letzte Segensspruch war vollendet; klirrend fiel das Glas zu Boden, die beiden Mütter umarmten ihre Tochter; die Gratulattoneu begannen und konnten kein Ende finden; — zwei Menschen hatten den Liebesbund geschlossen; — der Jüngling war Ehemann die Jungfrau Gattin geworden; er hatte versprochen ״sie zu ehren und zu lieben als sein Weib nach der Lehre Mosiö und Israels"; sie hatte sich ihm angelobt als seine treue, liebende Frau. Es ist eine alte Geschichte und ewig bleibt sie neu — — Der Rabbiner hatte sich verabschiedet, die Hochzeitsgäste sich in den Speisesaal begeben. Betresste Bediente waren geschäftig den ersten Gang zu distribuiren, worauf ein Verwandter des Hauseö sich erhob und die geehrte Gesellschaft zu einem Toaste einlud auf die Neuvermählten, für welche er Gottes Segen erbat und denen er das Glück der Häuslichkeit, des Familienlebens recht warm und innig an's Herz redete; ״die Gläser trafen sich und gaben guten Klang" — das junge Pärchen verschwand. Das Rollen eines Wagens verkündete, daß es seine Hochzeitsreise angetreten. Nach kurzer Weile :raten die Eltern, mit verweinten Augen wieder ein: sie hatten ihr