Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1858)
- Article
- Nach Jerusalem! [Rezension]
- Date
- 1858-10-01
- Page
- 33 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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'Räch MusÄM! 33 begeisterte Gesänge fett bald drei Jahrtausenden zum Himmel emporsteigen; das Jerusalem der Zukunft/ das erstehen wird am Ende der Tage, wenn die Lüge und der Wahn endlich gewichen aus den Gemüthern der Menschen, wenn Drug und Aberwitz enthüllt stnd den Völkern und die Menschheit endlich begreift, daß keine Klugheit und keine Macht, kein System und keine Erfindung das Heil in Wahrheit zu bringen und Las Glück für die Dauer zu begründen vermag; wenn sie -zur Erkenntniß gelangt, düß nicht der Glaube, daß das Gesetz, nicht ein Mittler, sondern der Herr, Gott in seiner Allwetshett und Allmacht der Boden sein muß, auf welchem der Mücksbau eines jeden Einzelnen und der Gesammtheit allein errichtet werden kann.! Das in Schutt und Trümmern liegende Jerusalem war es und ist es, das -von seinem großen Lichte all die kleinen Fackeln anzündete, die der Menschheit das Dunkel bis zum heutigen Tage erleuchteten, die sie gerettet vor Verzweiflung. Immer häufiger kehrt die Welt zu diesem großen Lichte und immer Heller strahlen die Fackeln, bis sie endlich der irrenden, zagenden Welt den Abgrund ganz beleuchten/ an!dessen Rande sie seit Jahrtausenden ihre Zelte ausgeschlagen. Das Jerusalem der Zukunft, zu welchem dann das jüdische Volk, der treue Wächter des grüßen Lichts, hoimkehrt, wird dann den glücklichen Nationen nicht mehr als Mond , der König der Nacht, als Sonne, die glänzende, strahlende, wärmende Tageskönigin dastehen und zu ihm ׳die lehrbegierige, Wahrheit suchende Welt heraufschauen. Jerusalem, das vergangene, und dessen Vollendung, das Jerusalem der Zukunft — ihm gehört jeder Pulsschlag, jede Herzensregung eines jeden treuen Juden. ״Nach Jerusalem!" lautet der Titel einer Reisebeschreibung, die Herr Ludwig Aug. Frankl der Oeffentlichkeit vorführt. Und zwar ist es das jüdische Publikum zunächst, dem sie geboten wird. ״Das Institut zur Förderung der israelitischen Literatur" überreicht sie seinen Mitgliedern. Der Verfasser hat die Reise unternommen in seiner!Eigenschaft als Bevollmächtigter einer frommen ׳.Stiftung, ״der Simon von Lämel'schen", um eine aus den Zinsen von 50,000 Gulden zu erhaltende Kinder-Bewahranstalt in Jerusalem tn's Leben zu rufen. s