Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 12 (September 1858)
- Article
- Deutschland : Lübeck [Nachricht]
- Date
- 1858-09-01
- Page
- 653 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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653 zu machen. Sobald diese Aufforderung hier bekannt würde, boftn die Aeltesten hiesiger Gemeinde und der Schulvorstand Alles auf, die Wirksamkeit ihres Rabbiners hier zu erhalten. Das Landamt unterstützte ste aus allen Kräften und als derselbe mit den schönsten Aussichten auf die Erlangung jenes' großen und in der That schwierigen Amtes aus Schwe-!j rin hierher zurückgekehrt war, beschleunigte das Landamt' seine deßfallsige Vorstellung an den Senat und zu unserer allgemeinen und großen Freude hörten' wir von einer' ansehnlichen Summe, die derselbe der Ge-! niemde bewilligte, mm durch Erhöhung des "Gehalts und durch Verlegung des Nabbinatssitzes von Moisling nach der Stadt dem Rabbiner j das^ Verbleiben ׳ in ihrer Mitte einladender vorzustellen und möglichst zu sichern. Folgendes die Verhandlung über diesen Gegenstand vor dem BürgeräusschuM^ Vorstellung der Vorsteher ^er Lübeck-Moislinger israelitischen Ge-! meinde an den Senat, Bericht des Landamtes und Dekret des Senates j vom 5. d. M., wodurch nachstehender an die Bürgerschaft zu richtender! Antrag zur gutachtlichen Erklärung des Bürgerausschusses׳ verstellt wird: j daß an die Lübeck-Moislinger israelitische Gemeinde als Beij hülfe sowohl zur Erhöhung des Gehaltes des Rabbiners (dessen! Sitz nach Lübeck verlegt werden soll), als auch zu den sonstigen Bedürfnissen der Gemeinde für die fünf Jahre 1859 bis 1863 einschließlich die Summe von 1000 jährlich aus öffentlichen! Mitteln, bewilligt uüd in das Staatsbudget ausgenommen werde. Schwartzkopf stellte den Antrag: daß der Bürgerausschuß den Antrag des Senates in vorliegender Weise nicht befürworte, dagegen empfehle: daß aus fünf Jahre, 1859—1863, an die Lübeck-Moislinger israelitische Gemeinde 600 jährlich zu einer Gehaltszulage. an den Rabbiner Süsman Adler! und 400 7/2$ jährlich zur Verwendung für Synagoge und - Schule aus der Staatskasse bewilligt werden. In getrennter Abstimmung ward der erste Theil des Antrages von Schwartzkopf (mit 19 gegen 2 Stimmen) angenommen, der zweite (mit 11 gegen 10 Stimmen) abgelehnt und dann auch die Empfehlung der Proposiüon des Senates (mit 19 gegen 2 Stimmen) abgelehnt. Es ist demnach beschlossen, der Bürgerschaft zu empfehlen, daß sie? den Antrag des Senates ablehne, dagegen ihrerseits beantrage: l daß an die Lübeck-Moislinger israelitische Gemeinde zu einer z Gehaltszulage an den Rabbiner Susman Adler die Summe von j - 600 7M jährlich auf fünf Jahre, 1859 bis 1863, aus der j Staatskasse bewilligt werde.